Avatar (E) - Essence

Review

AVATAR sind eine in Deutschland noch relativ unbekannte Band, die sich zu Recht in die professionelle Liga einordnen können. Diesmal kommt die Band jedoch nicht aus Italien, wie es bei den Progressivern so oft der Fall ist, sondern aus der spanischen Hauptstadt Madrid. In der spanischen Metalszene hat sich die Band mittlerweile einen beachtlichen Fankreis erspielt. Mit ihrem neuen Album „Essence“ versuchen sie nun auch die Weiten des europäischen Raumes zu erobern. Ob ihnen das so einfach gelingen wird, wage ich in der immer noch stark vorherrschenden Progressivflut etwas zu bezweifeln. Zu groß ist der Konkurrenzdruck anderer Bands, deren Alben in der Gunst des Käufers immer noch ein beachtliches Stück weiter vorne liegen. Und dabei können sich AVATAR ohne Weiteres mit deren musikalischen Ergüssen messen. Bis auf die teils etwas nervigen Gesangslinien weißt „Essence“ sehr viele positive Eigenschaften auf. Der Klaviereinsatz wurde demnach sehr interessant abgemischt. Ein leichter Hall hinter den Tasten macht sich einfach sehr gut bemerkbar. Die Gitarrenlinien bewegen sich immer zwischen Genie und Wahnsinn, bringen aber trotzdem für Otto Normalverbraucher immer noch genügend an Eingängigkeit zu Tage. Auf schnelles aggressives Gefiddle wird verzichtet und der Anteil an cleanen Gitarren ist überraschend hoch. Dies trägt sicherlich auch dazu bei das sich AVATAR´s Songs eher dem Midtempo folgen und nicht wie z.B. bei den Italienern LABYRINTH mit durchholzender Double – Bass Schritt gehalten wird. Die Songs sind größtenteils in der balladesken Ecke angesiedelt und deshalb auch mehr für verträumte Kuschelstunden geeignet. Ein Teil der Songs hätte ohne weiteres auch auf einer typischen Kuschelrock – Doppel – CD Platz gefunden. Der Vergleich mit den im Info erwähnten DREAM THEATER und SYMPHONY X trifft demnach nur eingeschränkt zu. Was mich jedoch etwas dünkt ist der Gesang der Frontmann Alfonso de Lope, der teilweise in fast unerträglichen hohen „Kastraten“ – Gesang ausartet. Seine Gesangslinien erinnern mich sehr stark an den Sänger von EVERGREY, wobei sich deren Sänger mit angenehmeren Tonlagen auszudrücken weiß. Progressiv – Fans welche sich von einem zu hohen Gejaule nicht abschrecken lassen, können sich bei AVATAR ein reinrassiges Stück Anspruch angeln.

12.02.2003

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