Becoming The Archetype - The Physics Of Fire

Review

Das überraschendste war, dass es nichts Überraschendes gab, denn die Überraschung zu überraschen gelingt BECOMING THE ARCHETYPE bereits mit ihrem zweiten Album überraschenderweise nicht mehr. Doch der Reihe nach.

Kurzer Anlauf und die US-Amerikaner schwingen einem in „Epoch Of War“ mit Schwung die Gitarre schön in die Fresse – und das begleitet von Kirchen-Atmo. Doch bereits nach zwei Minuten stockt einem der Atem: Clean Vocals? CLEAN VOCALS? Passt irgendwie. Weiter. Das anschließende „Immolation“ versprüht den altbekannten, eher undurchsichtigen, aber doch zumindest über Ecken (und Kanten) zielstrebigen Sound, der seine Atmosphäre in diversen Genres – sei es Black, Death oder Thrash Metal – sucht, den Höhepunkt jedoch leise in von Gesang begleitetem Keyboard findet. Zuständig für die moderateren Töne am Mikrophon ist der neu dazu gestoßene Gitarrist Alex Kenis, der sich, neben den erneut ins Programm aufgenommenen Instrumentalpassagen, gerne des Öfteren ins Rampenlicht stellt.

Spätestens nach dem kämpferischen Brecher „Autopsy“ wird das Überraschende überraschend deutlich: BECOMING THE ARCHETYPE haben die Spitzen ihrer wilden Wogen geglättet. Die vertrackten Windungen sowie rohen Riffwechsel aus „Terminate Damnation“, die in epische Auswüchse à la „Elegy“ entarteten, sind in Teilen dem „einfacheren“ Hören gewichen – ohne jedoch den Anspruch an komplexe, atmosphärische Songstrukturen gänzlich außen vor zu lassen. Auffällig ist vielmehr, dass das Tempo oft nur schnell oder schleppend, fast schon doomig kennt („Second Death“, „The Balance Of Eternity“).

Angeführt vom brachialen Organ Jason Wisdoms, hinter dem sich die zwar sichere, aber wenig facettenreiche Stimme Alex Kenis’ einreihen muss, haben BECOMING THE ARCHETYPE mit famosen Gitarrenhandwerk ein Schauspiel abgeliefert, das ihren unverkennbaren Stil manifestiert. Damit wir uns klar verstehen: „The Physics Of Fire” stellt trotz der Änderungen eitle Ansprüche an den Hörer. Es will geliebt werden, bevor es seine Liebe zurückstrahlt. Und das, obwohl nicht jeder Song in den 50 Minuten ins Schwarze trifft. Und noch etwas ist klar: Wer die Band beim Debüt schon nicht mochte, wird sie auch jetzt noch nicht mögen.

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29.06.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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