Beggar´s Pride - Rockin´ The Pumpkin

Review

Auf ihrem dritten Album „Rockin´ The Pumpkin“ lassen die Schweizer BEGGAR´S BRIDE den Spirit der Spätsechziger-Rockmusik wiederauferstehen. Nicht selten fühlt man sich an Bands wie JEFFERSON AIRPLANE, FLEETWOOD MAC, FREE, PINK FLOYD oder auch JETHRO TULL erinnert. Dabei lassen BEGGAR´S BRIDE nicht etwa irgendwelche Coverversionen vom Stapel, sondern schreiben eigene Songs, die einwandfrei aus dieser Epoche stammen könnten.

Die Stücke transportieren Nostalgie, stecken voller Emotionen und wurden mit viel Leidenschaft und Herzblut komponiert. Zum Teil wurde auf technische Ausrüstung aus dieser Ära zurückgegriffen, um den Sound authentischer zu gestalten.
Den Hörer erwarten schön erarbeitete Rocksongs, die einen klaren Oldie-Touch nicht verleugnen können und trotzdem zeitlos klingen. Es sind Stücke, wie man sie vor 40 Jahre gehört hat, und wie man sie in weiteren 40 Jahren immer noch hören kann, weil sie einfach jegliche temporale Einschränkung von sich werfen.

Die Musik auf „Rockin´ The Pumpkin“ drückt Emotionen wie Freude, Beschwingtheit, Leichtigkeit, aber auch Trauer oder Melancholie aus. BEGGAR´S BRIDE haben für jede Gefühlsregung das richtige Rezept parat. Die Songs sind vielfältig und haben Tiefe. Sie sind emotional sehr unterschiedlich gestaltet. Dadurch fällt es auch gar nicht einfach, spezielle Höhepunkte herauszuheben.
Meine Favoriten sind das eher frohsinnige „Sunset On My Shoulder“, die sehr tiefgründige Nummer „Borderline“, das sehnsüchtig arrangierte „In The Willows“ (samt „The Raven“, wo das Haupt-Thema nochmal aufgefasst wird) und das beschwingte „Pink Pearls“.

Was die Truppe um Bandleader Holggy Begg auf „Rockin´ The Pumpkin“ in Sachen Songwriting abliefert, ist heutzutage wirklich kaum vergleichbar. Selten ist es jemand gelungen, eine vergangene Epoche aus derart gefühlsbetonter Rockmusik so getreu in die Neuzeit zu transferieren. Und die Songs haben echt Klasse. Das ist in meinen Augen ganz große Kunst. Hinzu kommt noch, dass die beteiligten Musiker ihre Sache einwandfrei erledigen. Man merkt, dass hier Profis am Werk sind. Sehr bemerkenswert ist auch der Part von Sänger und Produzent Michael Voss, der sonst unter anderem bei den Hardrockern von Mad Max das Mikro schwingt. Sein helles Timbre ist nicht nur für den Stil hervorragend geeignet, er drückt den Songs auch noch einen sehr gefühlvollen und warmen Stempel auf.

Ich kann mich nicht erinnern, wann zum letzten Mal eine moderne Band einen Rockspirit aus der Vergangenheit so Perfekt wiedererweckt hat. „Rockin´ The Pumpkin“ ist sicherlich kein Stoff für Metal-Fans. Aber wer gute und zeitlose Rockmusik zu schätzen weiß, sollte sich dieses Album unbedingt näher zu Gemüte führen. Von mir bekommt es eine astreine Empfehlung.

03.06.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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