Bigelf - Into The Maelstrom

Review

Sechs Jahre nach ihrem letzten Album „Cheat The Gallows“ sind BIGELF endlich mit einer neuen Scheibe am Start: auf „Into The Maelstrom“ haben sich Mastermind Damon Fox (Gesang/Keyboards) und Bassist Duffy Snowhill die Neumitglieder Mike Portnoy (TRANSATLANTIC, ex-DREAM THEATER) am Schlagzeug und Luis Maldonado an der Gitarre an Bord geholt und liefern einmal mehr eine unkonventionelle und hyperkreative Platte ab.

BIGELF gehören zu der leider anwachsenden Kategorie Bands, die aus vielerlei Gründen nie den richtigen Durchbruch geschafft haben, was oftmals nicht an den musikalischen Fertigkeiten sondern an anderen, mundanen Gründen liegt – hier zum Beispiel an endlosen Problemen mit Plattenfirmen und persönlichen Schicksalsschlägen.

Um so schöner, das Damon und seine Band auch auf der mittlerweile vierten Studiorille (in 14 Jahren!) gewohnt hochklassigen Prog zocken, der sich irgendwo als Melange aus BLACK SABBATH zu Mitt-Siebziger-Zeiten, den BEATLES in ihren experimentelleren Schaffensphasen, dem Spaceman DAVID BOWIE sowie der erzählerischen Kraft eines ALICE COOPER verorten lässt. Natürlich sind auch Spuren von kontemporären Retro-Bands auszumachen, aber BIGELF gehören unbestritten zu den sowohl kreativsten als auch ausgefuchstesten Acts.

Während der Opener „Incredible Time Machine“ zwar bereits den passenden BIGELF-Vibe versprüht aber die Schwelle zum echten Hit nicht überschreitet, knallt das nachfolgende spacig-abgedrehte „Hypersleep“ mit vollster Kraft in die Gehörgänge und zieht den Hörer in den Mahlstrom hinein.

Zu den weiteren Höhepunkten gehören der absolute Ohrwurm „Alien Frequency“ (für mich einer der geilsten Rock-Songs des Jahres!), das verschachtelte „The Professor & The Madman“ und das ans Ende der Scheibe gestellte Epos „ITM“ – ganz große Kunst, die BIGELF mit diesen Songs abliefern.

Aber auf „Into The Maelstrom“  ist nicht alles Gold, was glänzt – mit dem für meinen Geschmack zu BEATLES-artigen „Already Gone“ und dem mit seinen Dynamikwechseln zu vertrackten „Vertigod“ haben sich auch zwei etwas schwächere Songs eingeschlichen. Der Rest des Albums ist immer mindestens gut ohne aber die luftigen Höhen der vier Highlights zu erreichen.

BIGELF-Fans bekommen mit „Into The Maelstrom“ eine absolut empfehlenswerte Scheibe präsentiert, der auch alle Genrefantasten eine Chance geben sollten.

12.04.2014

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