Black Fate - Between Visions & Lies

Review

Da waren Flecken auf der Promo-CD. Hab‘ ich erst gar nicht gemerkt – war geiler US-Metal drauf; so in METAL CHURCH-Manier, dann hat die Platte aber komplett gehakt und ich wollte den Silberling mal schön sauber machen – irgendwie hab‘ ich aber gepennt und Fett, ja richtiggehend Schmalz drauf gerieben – plötzlich war KAMELOT drauf. Echt jetzt!

Irre – und das, obwohl die Band hier aus Griechenland kommt. Das Tuch war wohl auch nicht so ganz fusselfrei wie sonst… sind noch EVERGREY und SYMPHONY X dazu gekommen.

Interessant, wie man mit einem Wischtuch Roy Khan auf so ’ne Platte bekommt.
Ok, der Sänger heißt eigentlich Vasilis Georgiou, hört sich aber jetzt an wie ein Khan.

BLACK FATE geben nach der Politur  mit dem  “Between Visions & Lies“ auch musikalisch den KAMELOT-Zwilling, erweitert um vorgenannte Fussel, die jetzt im Polycarbonat kleben.
Einerseits finde ich das doof, weil ich jetzt durch Rubbelei eine ganze Band geklont habe, andererseits ist das geputzte Scheibchen nicht von schlechten Eltern, erreicht vielleicht nicht ganz die Güte der US-Amerikaner, macht aber an vielen Stellen verdammt viel richtig.

Neben Vasilis Khan macht vor allem Flitzefinger Gus Drax an der Klampfe eine sehr prächtige Figur, dessen songdienliche und nie in ätzende Selbstverliebtheit abgleitende Soli stets dazu angetan sind, den Sound mehr als zu bereichern. Dazu kommt eine ziemlich dufte Produktion, die auch den anderen Instrumenten den angemessenen Raum gibt.

Das Songwriting, für das bis auf eine Ausnahme Drummer Nikos Tsintzilonis verantwortlich zeichnet, geht auch mehr als in Ordnung und hat den ein oder anderen Refrain zu bieten, der auch im Ohr hängen bleibt. Mit “Into The Night“ ist sowohl der härtere, rhythmische Stampfer vertreten, wie mit “Without Saying A Word“ die Ballade vorhanden ist.

BLACK FATE bieten auf “Between Visions & Lies“ dank Fusseltuch dem geneigten KAMELOT-Fan durchweg anständiges Futter, auch wenn ein eigenes Gesicht weg gerieben wurde… dem nicht so geneigten Fan könnte die vermeintliche Kopie sauer aufstoßen…

Mal gespannt, was dabei rauskommt, wenn ich die Platte anständig poliere – wahrscheinlich ein MALEVOLENT CREATION-Klon, der ein zweites “Retribution“ eingespielt hat…

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19.12.2014

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