Black Space Riders - We have been here before

Review

Vier Jahre sind seit dem Doppelschlag „Amoretum“ Vol. 1 & Vol. 2 ins Land gezogen, doch in dieser Zeit haben die BLACK SPACE RIDERS keineswegs auf der faulen Haut gelegen. Mit „We have been here before“ reichen die Münsteraner üppig nach; auf zwei CDs und über 80 Minuten nimmt die Band ihre Fans erneut mit auf eine ausgedehnte Reise ins Reich fuzziger Gitarren, brummender Bässe und verträumter Melodien.

Die BLACK SPACE RIDERS zeigen ihre ganze Bandbreite

Dabei geben sich die BLACK SPACE RIDERS erneut wesentlich vielseitiger als die meisten Psych- und Stoner-Rock-Bands, sprich: unter den 15 Songs auf „We have been here before“ sollte sich selbst für Genre-Muffel die ein oder andere Perle finden. Die Wichtigkeit eines gewissen Abwechslungsreichtums für Erfolg und Verträglichkeit eines solchen Brockens von einem Album scheint den Weltraum-Cowboys jedenfalls sehr bewusst zu sein.

So steht treibender Breitwand-Wüsten-Rock der Marke „Crawling (down with everything)“ neben einer Bass-lastigen Alternative-Nummer wie „Trapped in an endless loop“, der abgedrehten Aggro-Sause „AAAAAAAAAAARRRRRRGGGH“ oder dem so melancholischen wie eingängigen, vorsichtig in New-Wave-Gefilde vorstoßenden Tanzflächenfeger „Queen of the light“. Und obwohl viele der Stücke teils recht unterschiedliche Ansätze verfolgen, schaffen es die BLACK SPACE RIDERS, das Material irgendwie zusammenzuhalten und wie aus einem Guss klingen zu lassen.

Trotz dieser inneren Kohärenz und einiger sehr zugänglicher Lieder bietet „We have been here before“ jedoch insgesamt nicht immer leichte Kost. Ein Album in Spielfilmlänge erfordert unweigerlich Konzentration und am besten ein ordentliches Paar Kopfhörer; grade eher ruhige, spacige Songs wie „Beautiful“, „Fear no more“ oder „A whisper“ könnten beim reinen nebenbei hören nämlich für etwas Leerlauf sorgen. Lässt man sich wiederum darauf ein, so laden die BLACK SPACE RIDERS zu einer Entdeckungsreise, bei der selbst die direkteren Stücke immer wieder neue Details offenbaren.

Wer nicht aufpasst, kriegt nur die Hälfte mit

Obwohl „We have been here before“ also durchaus auch hochenergetischen Stoff bietet, der zwischen wohlwollendem Kopfnicken und Fußwippen bis hin zu ekstatischen Zuckungen immer wieder den Bewegungsdrang stimuliert, ist das Album kein Selbstläufer. Wer die Scheibe nur beiläufig konsumiert wird zwar mit ein paar hochkarätigen Rockern belohnt, kriegt aber auch nur die Hälfte mit.

Damit sich das Hörerlebnis richtig auszahlt, sind eine Aufmerksamkeit und Ausdauer gefordert, die aber natürlich nicht alle aufzubringen bereit sein werden. Fans der BLACK SPACE RIDERS werden aber so oder so kaum enttäuscht sein und den Trip voll und ganz genießen.

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17.10.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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