Black Space Riders - D:REI

Review

Der Bandname ist nicht nur Programm, sondern mittlerweile auch ein Versprechen: Die BLACK SPACE RIDERS aus Münster veröffentlichen ihr drittes Album „D:REI“ und entführen damit ein weiteres Mal in die unendlichen Weiten des Kosmos. Gleichzeitig stehen sie für hohe musikalische Qualität, denn bereits die beiden Vorgängerwerke konnten durchgehend überzeugen.

So gesehen bietet „D:REI“ erstmal Altbewährtes und die Forführung (eigener) Traditionen: Ein weiteres Mal gibt es ein Breitwandepos in vier Teilen, das durch die Schlagworte Rückzug, Ausbruch, totale Vernichtung, Flucht, Transformation und Neuanfang umrissen werden kann. Ein weiteres Mal bieten die BLACK SPACE RIDERS brummigen Spacerock, der aus Stoner, Doom und Prog Rock, aus Fuzz-Gitarren, spacigen Synthies und Hall zusammengesetzt ist. Damit wird definitiv ein Raumschiff mit Warpkern angetrieben, aber das Gefährt hat seine rostigen Stellen, Lecks und Macken und benötigt etwas gutes Zureden – kurz: die Musik rockt ordentlich, strahlt aber Wärme aus und hat Seele.

Neu sind diesmal die noch epischeren Ausmaße: „D:REI“ geht über 78 Minuten, was allein schon eine Herausforderung ist, aber die Band lotet die Grenzen weiter aus: Das Album sei „bunter, lauter, weicher, härter, atmosphärischer, packender und vor allem erhabener“, wie es in der Ankündigung heißt, und das passt. Die lauten Passagen, wie beispielsweise der eingängige Opener „Stare At The Water“, sind zupackend wie eh und je, bei den leiseren Passagen muss man aber genauer zuhören: „I See“ oder Teile von „Space Angel“ kommen erst über Kopfhörer so richtig zur Geltung. Dazwischen gibt es noch jede Menge analoge Fuzz-Klänge, angezerrte Stratakkorde, hypnotische Bassläufe und sogar Tribaldrums.

Keine Frage: BLACK SPACE RIDERS haben mit „D:REI“ wieder einmal alles richtig gemacht und schaffen es ein weiteres Mal, den Hörer mit ihrer Musik zu fesseln – und das über die genannten 78 Minuten Spielzeit, was den Münsteranern durch eine Reihe guter und unterschiedlicher Songs mit überzeugenden Melodien und liebenswerten Details gelingt.

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22.01.2014

- Dreaming in Red -

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1 Kommentar zu Black Space Riders - D:REI

  1. Milch sagt:

    Fetter, fetter Rock, welcher technisch gesehen zwar einfach gestrickt ist, doch die Lieder als Gesamtwerke machen das in kompositorischer Hinsicht mehr als wett.

    9/10