Black Space Riders - Black Space Riders

Review

Holladiewaldfee! Denke ich ans beschauliche Münsterland in Westfalen, so kommen mir Spargel, Kürbis und vielleicht hochprozentige Brände in den Sinn. Klar, dort wird auch Musik gemacht. Aber fallen hier jemandem außer Udo Lindenberg und den H-BLOCKX irgendwelche namhaften Musikgrößen ein? Mir, ich gestehe es zu meiner möglichen Schande, jedenfalls nicht. Ist auch nicht so wichtig; mit den BLACK SPACE RIDERS und ihrem gleichnamigen Debütalbum erfährt die Region in jedem Falle eine erhebliche musikalisch-kulturelle Aufwertung.

Dieses Quartett fabriziert aus harten Gitarren und an die frühen Tage des Synthesizers erinnernden, sphärischen Klangcollagen ihre eigene Version von Spacerock. Als kreative Ziehsöhne von z.B. BLUE CHEER HAWKWIND und OZRIC TENTACLES oder auch der Krautrocker ASH RA TEMPEL und GURU GURU verweben sie Brachialität mit Phantasie. Deswegen wirkt „Black Space Riders“ auf mich wie eine Mischung zweier fiktiver Filmsoundtracks aus den 1970er Jahren, und zwar aus dem eines Biker- und eines Scincefictionfilms.

Der hierzu passende, warme und erdige Sound wurde durch den Einsatz guter alter Analogtechnik erzielt.
Wie auch ihre künstlerischen Vorväter verlieren die BLACK SPACE RIDERS hin und wieder das Maß und versteigen sich in Jamsessions, die live Spaß machen- auf Platte jedoch eher irritieren. Hierdurch wird das Album unnötig gestreckt und ein Teil seiner großen Prägnanz wird aufgeweicht. Nur bei Konzentration bleibt dieser Effekt aus und auch thematisch zusammenhängende Songs wie z.B. die der „Space Trilogy pt. 1-3“ entfalten ihre volle Wirkung. Dann nehmen sie ihren Hörer sogar ohne den unterstützenden Konsum bewusstseinsverändernder Substanzen auf eine tolle Reise zu Sternen.

Schön, wenn Musiker sich nicht von aktuellen Trends vereinnahmen lassen und ein Album aufnehmen, das in dieser Form mindestens 30 Jahre zu spät erscheint. „Black Space Riders“ ist in starkes Debüt, allerdings bleibt es hinsichtlich Songstrukturen und schlichter Abwechslung ausbaufähig. Und das ist gut so, denn wie sollten die BLACK SPACE RIDERS sich nach einem perfekten Erstwerk noch steigern? Wer auf die genannten Bands steht und außerdem ACID KING oder gar MONSTER MAGNET zu seinen Favoriten zählt, kann sich ohne Zögern auch dieses Album in den Plattenschrank stellen. Nein- er bzw. sie sollte sogar!

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29.05.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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