Blackdraft - The Quest

Review

BLACKDRAFT aus Hamburg versuchen die Gegensätze des Metals zu vereinen. Irgendwo zwischen Behaglichkeit und Chaos lassen sich die Tracks dieser Band einordnen. Ein interessantes Experiment, das bereits auf ihrer Debüt-CD die Zuhörer in ihren Bann zogen. Nun liegt mit „The Quest“ der Nachfolger vor. Ob es sich um einen Fortschritt oder doch Stagnation handelt, erfahrt Ihr hier.

Geradeaus, kompromisslos und hart – BLACKDRAFT

Ein sanftes Intro geleitet den CD-Käufer opulent in dieses Album, ehe der musikalische Sturm in Form von „Chapter 01: The Calling“ hereinbricht. Ein kraftvoller Track, der insbesondere durch das Stimmenspiel der Sängerin Julia lebt und einen unverwechselbaren Charakter eingehaucht bekommt. Noch härter geht es im Anschluss bei „Chapter 02: The Struggle“ zur Sache. Hier stehen die Drums im Vordergrund, während sich Julia und Karsten ein packendes Gesangsduell liefern und dabei einen der dunkelsten Songs dieses Albums kreieren. Unterbrochen werden die einzelnen Beiträge in unregelmäßigen Abständen von kleineren Instrumentals, die sich als Ergänzung zu einem Gesamtkunstwerk verstehen. „Chapter 03: Motivation“ ist ein schnörkelloser Gute-Laune-Song, der einfach immer passt. Ein heißer Kandidat für die Live-Setlist. Das verträumte „Chapter 04: Capsule“ kann man getrost als Anspieltipp bezeichnen, da sich die Band hier von ihrer besten Seite zeigt. Ist der Beginn noch ruhig, steigert sich dieser Beitrag bei fortlaufender Spielzeit und baut einen ungewöhnlichen Spannungsbogen auf, der auch nach mehreren Durchläufen nicht langweilig oder einfallslos klingt.

BLACKDRAFT bringen mit diesem Track eure Boxen an den Rand des Wahnsinns. Mit dem Road-Song „Chapter 05: Out to the Open Sea” wird die Vorfreude auf die kommenden Festivals geschürt. Sicher ist noch etwas Zeit, ehe das „Holy Land“ in Wacken wieder öffnet, dennoch dürfte dieser Song eine gelungene Empfehlung für das größte Metalfestival der Welt sein. Unbeschwertheit beim Hörer, Spielfreude und die nötige Portion Härte erschafft die Band mit diesem Track.  Die Powerballade „Chapter 07: Discover Beauty“ unterstreicht die musikalische Klasse von BLACKDRAFT. Hier zeigt Sängerin Julia ihre gesamte Stimmgewalt. Die Bandhymne „Chapter 09: Blackdraft“ präsentiert sich melodisch, wie kaum ein anderes Stück auf diesem Werk. Insbesondere Metal-Traditionalisten kommen hier auf ihre Kosten. Eine absolut zeitlose Nummer, die man immer wieder hören kann. Mit „Chapter 11: Death“ wird diese CD schließlich beendet. Wer hier allerdings schwere, opulente Klänge erwartet, wird sich wundern. Mit unglaublicher Lebensfreude geht die Band an diese Thematik und entlässt den Zuhörer in den Alltag.

Bereit für die ultimative Herausforderung – The Quest

Fazit: BLACKDRAFT haben sich definitiv weiterentwickelt und zeigen mit „The Quest“ ihre musikalische Klasse. Interessant werden die Tracks oft, wenn sich Sängerin Julia und Growler Karsten ein gesangliches Duell bieten. Die Songs sind klar strukturiert und verfügen über die nötige Portion Melodie, die einen Metaltrack schließlich ausmacht. Ein paar unerwartete Wendungen innerhalb der Songs könnte man noch einbauen, allerdings handelt es sich hier um Jammern auf hohem Niveau. BLACKDRAFT dürften eine der Newcomer-Bands 2019 werden.

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14.12.2018

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3 Kommentare zu Blackdraft - The Quest

  1. Kraftwolf sagt:

    Liegt das an meinen Boxen oder sägt die Dame haarscharf an allen Tönen vorbei? Im Zweifel für den Angeklagte, vielleicht liegts wirklich an der Technik, aber in den cleanen Parts stimmt da sehr wenig.

    1. Nether sagt:

      Ich glaub, das soll so!?

      1. Kraftwolf sagt:

        Ich hab jetzt mal quer durchs Album gehört und auch in ein paar Videos reingeschaut, die Qualität schwankt extrem. Mal is nix dran auszusetzen, mal möcht man meinen, der Produzent war besoffen, als er das abgemischt hat. Da muss vor Allem mal dringend ein Vocal Coach ran, es machen sich sowohl die Frontfrau, als auch der Kollege an der Gitarre die Stimmbänder kaputt. Das geht auf lange Sicht nicht gut aus.
        Wo da jetzt die sieben Punkte stecken sollen versteh ich auch nicht so ganz. Potential ist durchaus da, aber selbst an den stärksten Stellen ist das ganze doch eher solides Mittelmaß.

        5/10