Bloodlights - Bloodlights

Review

Als GLUECIFER sich nach zehn Jahren und fünf Alben im Jahr 2005 überraschend auflösten, war die Trauer groß. Die Schweden, die mit TURBONEGRO und den HELLACOPTERS die Vorreiter des neuen, skandinavischen Rotz’n’Roll waren, hinterließen eine echte Lücke in der europäischen Musiklandschaft. Diese möchte der ehemalige GLUCIFER-Gitarrist Captain Poon jetzt schließen.

Aus diesem Grunde hob der Käpt’n Anfang 2006 ein neues heißes Eisen aus den eisigen Fluten der Ostsee: BLOODLIGHTS. Zusammen mit Howie B (g), Ron Elly und ex-AMULET-Fellgerber Jonas Thire spielte er das erste Lebenszeichen eines ehemaligen GLUECIFERs ein. Da sich auch nach längerem Casting kein geeigneter Mann für den Job am Mikro fand, übernahm der Chef den Posten einfach selbst.

Und so segeln die BLOODLIGHTS auf neuem, melodiöserem und – auf Neuhochdeutsch – massenkompatibleren Kurs in die Zukunft. Mit weniger Kanten und Dreck, weniger MOTÖRHEAD (okay, ein bisschen bei “Hammer And The Wheel“) und mehr 70s-Glam (einschließlich THIN LIZZY-Twin-Guitardudelsolo bei “Addiction“ und “Over When I’m Done“). An verschiedenen Stellen erinnern sie an melodiösen Westcoastpunk à la BAD RELIGION oder VOODOO GLOW SKULLS (“Bullshit On Your Mind“, “One Eye Open“). Und mit “Screwing Yourself“ gibt’s sogar eine echt seichte Ballade. Für’s Radio oder wie?

Mit einer Vergangenheit als Gitarrist einer namhaften Kapelle wie GLUECIFER hat Herr Poon einen schweren Stand. Jeder Pups, den er in einem unbeobachteten Moment unter seinen besten Freunden lässt, wird sofort mit dem Material seiner ehemaligen Band verglichen – und sein Debüt als BLOODLIGHTS-Boss logischerweise ganz besonders. “Bloodlights“ ist ein eingängiges, in sich schlüssiges, insgesamt aber wenig spannendes Album. Daran ändern auch die Produktion von ex-MONSTER MAGNET-Gitarrero Phil Cavaino und das Mixing von Mike Fraser (u.a. AEROSMITH, AC/DC, METALLICA) nichts.

Auf der Bühne sieht’s sicher anders aus, aber aus der Dose machen die Jungs einfach nur halb so viel Spaß. Deshalb: die Kohle für’s Album lieber sparen und die BLOODLIGHTS irgendwann nächstes Jahr live, laut und in Farbe erleben.

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04.12.2007

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