Brave - Lost In Retrospect

Review

Obwohl BRAVE, die anfangs noch unter dem Namen ARISE FROM THORNS firmierten, bereits seit 1997 aktiv sind, war mir die Band bislang noch kein Begriff. Dabei lohnt es sich durchaus, hier einmal ein Ohr zu riskieren. Das Sextett präsentiert sich als unaffektierte Rock-Band mit einem Hang zu träumerischen Melodien und im Laufe ihrer Karriere in immer größerem Maße eingestreuten Prog-Versatzstücken.

„Lost In Retrospect“ bietet kein neues Material, sondern fast lediglich das zusammen, was die Truppe in den vergangenen zehn Jahren vom selbstbetitelten Debüt aus dem Jahre 1998 bis zum letztjährigen „Monuments“ veröffentlicht hat. Eine Best-Of-Compilation also, die besonders für Einsteiger gut geeignet ist und keine Bandphase auslässt.

Sieht man einmal vom Titeltrack der 2004er „Passages“-EP ab, der den Abschluss dieser Compilation bildet, sind die Stücke chronologisch von neu nach alt geordnet. Da sich das Songwriting der Band über die Jahre hinweg hörbar weiterentwickelt hat, fallen somit die späteren, älteren Stücke qualitativ ein wenig ab. Immerhin erkennt man hier aber deutlich die Wurzeln der Band, die in simpleren, leicht gothisch angehauchten Rock-Kompositionen stecken.

Besonderes Lob gebührt Sängerin Michelle Loose, die gemeinsam mit ihrem Bruder und Gitarristen Scott das Rückgrat der Band bildet. Von elfischem Geträller oder Operndiva-Gehabe will man hier nix wissen, die natürliche Ausdrucksweise weckt angenehme Erinnerungen an Anneke van Giersbergen (Ex-THE GATHERING). Kein Wunder also, dass man von der feinen Melancholie der Stücke gefangengenommen wird und sich gerne für eine starke Stunde in eine Traumwelt entführen lässt, in der sich aller Alltagsstress leicht vergessen lässt.

Nüchtern betrachtet hätte man die Gitarrenarbeit ein wenig mehr in den Vordergrund rücken und durch den Mix stärker betonen können. So klingt das alles doch eine Spur zu poppig, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass BRAVE über die Jahre hinweg ein gutes Händchen für starke Songs und erstklassige Melodien entwickelt haben. Überragend ist diese Band noch nicht, aber sie befinden sich auf einem guten Weg dorthin.

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25.03.2009

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