Broken Witt Rebels - OK Hotel

Review

Soundcheck März 2020# 26

BROKEN WITT REBELS sind laut Presseankündigung “DIE KINGS OF LEON aus Birmingham” und mit ihrem Zweitwerk “OK HOTEL” “bereit für Stadien”. Rock sind die vier Musiker also eher auf dem Papier, denn häufig sind die Gitarren eher gezupft als bratig angeschlagen und die Songs melodie- und gesangsbetont. Das kann in großen Venues die Mengen begeistern, das haben andere Bands ja bereits vorgemacht, und darauf zielt auch der Vergleich ganz am Anfang ab. Wie das mit Vergleichen aber so ist: BROKEN WITT REBELS befinden sich im Fahrwasser anderer Bands und revolutionieren die Rockmusik definitiv nicht. Und so entscheiden die Songs und Details, ob denn die Band höhere Weihen erlangen wird.

BROKEN WITT REBELS sind bereit für Stadien

Fangen wir mit den Songs auf “OK Hotel” an: Die gehen in Ordnung, lösen aber nicht die ganz große Begeisterung aus. Teilweise sollen sie ein positives Feeling transportieren, wobei dies aber häufig genug mit der Brechstange geschieht: Backgroundchöre hier (und davon gibt es sehr, sehr viele), Handclappings aus der Konserve dort. Das ist bereits beim Opener “Running With The Wolves” grenzwertig. Selbst das getragene “Save My Life”, der an sich beste Song auf dem Album, will keine uneingeschränkte Begeisterung auslösen. Der Grund: Das gebrochene Timbre von Sänger Danny Core, das offensichtlich durch allerlei Effekte zu einem nasalen Etwas gepimpt wurde, bei dem man unweigerlich das Taschentuch reichen möchte. Jedenfalls nimmt man Core die intendierten Gefühle häufig genug nicht ab.

„OK Hotel“ hat okaye Songs, aber zahlreiche Störfaktoren

Ein weiterer Störfaktor: Die Jungs an den Saiten umschiffen nicht nur einmal die besten Harmonien. Vielleicht möchten sie etwas anders machen, aber anders ist nicht immer die beste Möglichkeit. Bleibt noch der Sound, bei dem man sich ein ums andere Mal mehr Tiefe und Durchschlagskraft wünscht. Der dürfte sich im Stadion, wo die Band ja hinwill, schon besser machen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass “OK Hotel” sie dorthin katapultiert. Und da sind Zweifel durchaus angebracht.

06.04.2020

- Dreaming in Red -

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