Chickenfoot - Chickenfoot

Review

CHICKENFOOT sind Sammy Hagar (voc., ex-MONTROSE, ex-VAN HALEN), Micheal Anthony (b., ex-VAN HALEN), Chad Smith (dr., RED HOT CHILI PEPPERS) und Joe Satriani (g.). CHICKENFOOT sind ein richtiges Pfund. CHICKENFOOT klingen wie eine zeitgemäße Variante von LED ZEPPELIN, freilich mit saftigen VAN HALEN/HAGAR-Zutaten und der Unberechenbarkeit der RED HOT CHILI PEPPERS. Das virtuose Gitarren-Spiel Satrianis und der je nach Bedarf präzise oder herrlich relaxte Schlagzeug-Sound Smith‘ tun ihr Übriges und fügen dem über weite Strecken klassischen Hardrock immer mal wieder Elemente aus Funk, Metal und Latin Music sowie leicht orientalisch angehauchten Klängen hinzu. Die Grenzen zwischen klassisch, progressiv und modern verschwimmen hier beeindruckend fließend. Was zählt sind gute Rocksongs und davon gibt es richtig viele, dazu auch noch überzeugend dargeboten.

Anders als vor wenigen Jahren SOUL SIRKUS, einer ebenfalls aus gestandenen Muckern zusammengestellten Projekt-Geschichte, die zwar u.a. mit Neal Schon (JOURNEY) auch unbestrittene Ausnahmekönner an Bord hatten, stimmt bei CHICKENFOOT auch das Songwriting, oder mit anderen Worten: Auf „Chickenfoot“ stehen richtig gute Songs und praktisch keine Füller. Daher steht vorliegendes Projekt eher in der Tradition solcher „Supergroups“ wie DAMN YANKIES oder BAD ENGLISH.

Der absolute Überflieger eines ohnehin grandiosen Albums ist das mit einer Killer-Hookline versehende und VAN HALEN alle Ehre machende „My Kinda Girl“. Das finale und anfangs recht ruhige „Future In The Past“ ist ein würdiger Abschluss, der Lust auf mehr macht. Auch wenn „Chickenfoot“ insgesamt sicher mehr als ein oder zwei Durchläufe benötigt, um seine ganze Qualität unmissverständlich nachhaltig deutlich zu machen, so ist das Material auch bei den zwei oder drei – im Verhältnis gesehen – durchschnittlichen Nummern immer noch meilenweit über dem Qualitätsbegriff angesiedelt, der mittlerweile ausreicht, um als „neue Sensation“ gehandelt zu werden. Man merkt den Herren ihre Routine an, die gepaart mit ausgereiftem Songwriting und einer lupenreinen Produktion ein zeitgemäßes, lebendiges, warmes und vor allem authentisches Rock-Album abliefert, von dem man noch lange sprechen wird. Egal ob das unwiederstehliche „Sexy Little Thing“, das anfangs etwas sperrige „Down The Drain“ oder das härtere „Turnin‘ Left“, CHICKENFOOT landen punktgenau und trösten mehr als überzeugend über fehlende VAN HALEN-Studio-Aktivtäten in den letzten Jahren hinweg, machen diese womöglich sogar überflüssig.

Dem einzigen Deutschland-Gig Anfang Juli in Hamburg kommt nicht nur aufgrund der großen Qualität von „Chickenfoot“ besondere Bedeutung bei, sondern auch und gerade weil aufgrund der mannigfaltigen und zeitintensiven anderen Aktivitäten der vier Protagonisten kaum damit zu rechnen ist, dass CHICKENFOOT über den Projekt-Charakter hinauskommen werden. Aber lieber ein saustarkes (regelmäßiges?) Projekt, als eine langweilige (dauerhafte) Band…

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21.06.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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