Cliteater - Clit 'Em All

Review

Galerie mit 17 Bildern: Cliteater auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Ich weiß, dass man keine Vorurteile haben sollte. Aber was bitte bleibt einem bei einer Band namens CLITEATER (hmm…leggäwürg!), einem Album namens „Clit ‚Em All“ (ist das nun Gotteslästerung oder nicht?) und einem solchen Artwork (extreeeeme shocking!) bitte übrig?! Die Erwartungen sinken gen Nullpunkt, was sogar das anfängliche Amüsement aufgrund der Namensgebung nicht verhindern kann. Tja, und was kann ich nun nach dem „Genuss“ dieser 17 Meucheleien erzählen? Die nicht vorhandenen Erwartungen sind erfüllt worden. CLITEATER quetschen Death/Grind der extremeren Sorte durch den Fleischwolf. Gäbe es MORTICIAN oder INHUME (deren Sänger Joost gurgelt und röchelt hier übrigens auch mit) noch nicht, würde ich vielleicht das ein oder andere Pünktchen mehr zücken, aber die vier Holländer teilen ein und dasselbe Problem mit vielen anderen Grind-Metzgern. Sie klingen absolut austauschbar, nämlich weder exorbitant schlecht, noch auf irgendeine Art und Weise befriedigend. Zugute halten muss man ihnen einzig, dass sie nicht jeden Track von vorne bis hinten durchprügeln, sondern auch mal das Gaspedal lupfen, um schwerer zu grooven. Eine gar formidable Leistung vollbringt hingegen Frontmann Joost. Man versteht wirklich kein einziges Sterbenswörtchen, das er während dieser halben Stunde in sein Mikro kotzt, grunzt, geifert oder kreischt. Ob man dadurch bei Songtiteln wie z.B. „Ejaculation Feast On A Baked Fetus“ einen lyrischen Verlust zu beklagen hat, wage ich jedoch zu bezweifeln. Es sei denn, sie würden solche Sprüche verbraten: „Wer Lippen leckt und Kitzler kaut, der kauft auch das, was Opel baut!“ (gefunden auf einem Dixie des Dong Open Airs) Stattdessen sollte man sich am beliebten Spielchen „Aus welchem Film stammt welches Sample?“ erfreuen. Nur soviel: So verkehrt scheint der cineastische Gusto dieses Quartetts gar nicht zu sein. Für Extremfetischisten sei noch erwähnt, dass sich CLITEATER als Abschluss durch ein respektables GUT-Cover („Sperminator“) holzen. Dumm nur, dass dieser Song das Highlight der Platte darstellt, was wohl alles über „Clit ‚Em All“ aussagt.

22.07.2004

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