Deadwolff - Heavy Rock N' Roll

Review

SKULL FIST, RIOT CITY, STRIKER oder auch GATEKEEPER: Aus Kanada schwappte in den vergangenen Jahren einiges an starken Acts der sogenannten NWoTHM nach Europa. Auf diese Welle möchten auch DEADWOLFF aus Toronto aufspringen. Das Trio hat sich erst 2020 gefunden und liefert mit „Heavy Rock N‘ Roll“ ihr Debütalbum. Haben wir hier die nächste Band, welche sich für das Keep It True oder das Headbangers Open Air empfehlen kann?

DEADWOLFF kommen mit dem rohen Ansatz

Nach dem ersten Durchlauf der Scheibe fällt auf, dass der Name Programm ist. Wer filigrane Saitenarbeit a la SKULL FIST oder RIOT CITY erwartet, der ist bei DEADWOLFF an der falschen Adresse. Rotzig punkig werden die Instrumente geschrubbt und Nummern wie „Down The Wire“, „Wanted Man“ oder „Walking On Nails“ gehen mit einer Mischung aus Punk, Rock N‘ Roll und Heavy Metal an den Start.

Der zweite negative Aspekt ist die Produktion an sich. Klar, das Trio möchte möglichst roh und authentisch nach 80er Jahre klingen. Ob es nun dazu eine Produktion benötigt, welche eher wie eine Demo klingt, ist eine andere Frage. Es bedarf für diesen eher rudimentären musikalischen Ansatz bestimmt keine Hochglanzproduktion, aber eine etwas bessere Abmischung als der Garagen-Sound würde dem Album guttun.

Die Tracks an sich sind gar nicht schlecht und gehen ins Ohr. Einfach gestrickt, mit dem Fokus auf einen Refrain zum Mitgrölen, kommen Songs wie „Close Call“, „Pedal To The Metal“ oder „Six To Midnight“ rüber. Allerdings wäre etwas mehr Abwechselung eventuell eine interessante Würze im „Heavy Rock N‘ Roll“-Einheitsbrei.

„Heavy Rock N‘ Roll“-Einheitsbrei mit Garagen-Sound

Das Debütalbum von DEADWOLFF ist von anderen kanadischen Größen der NWoTHM weit entfernt. In circa 35 Minuten schrubbt das Trio eintönig die Instrumente ohne das etwas im Ohr hängen bleibt. Der Sound klingt nach punkigen Billigprodukt und sorgt spätestens nach dem dritten Song für eine gefühlte Dauerschleife. Ansätze sind bei DEADWOLFF erkennbar, welche noch reichlich Luft nach oben haben.

04.04.2023

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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