Destroyer 666 - Never Surrender

Review

Galerie mit 17 Bildern: Destroyer 666 - De Mortem et Diabolum 2017

Die Australier, die inzwischen unter anderem in Großbritannien ihren festen Wohnsitz verorten, lassen sich erfahrungsgemäß zwischen den Releases ihrer Full-Lengths einige Jahre Zeit. So auch mit dem aktuellen Werk „Never Surrender“, das dem 2016er-Album „Wildfire“ spät, aber musikalisch durchaus logisch schlussfolgernd nachfolgt. Die Zeiten von grandiosen Platten mit bissig schwarzer Aura und erhabenen Hymnen wie auf „Phoenix Rising“ sind wohl zweifellos vorbei, und doch packen DESTRÖYER 666 hier das Handwerkszeug dafür aus, eines ihrer am meisten diskutierten Scheiben zu veröffentlichen – und das nicht nur aus positiven Gründen.

„Guillotine“ und der Montagsspaziergang

Den Vorhang dazu gelichtet hat das Trio bereits mit der vorab veröffentlichten Single „Guillotine“, der wie einen lupenreiner Querdenkersong anmutet und im Rahmen seiner Videoveröffentlichung, neben einiger Begeisterung, auch ein nicht unerhebliches Shitstormmaß geerntet hat. Nun, wer sich halbwegs mit der Vergangenheit und den Nebenkriegsschauplätzen von Frontmann K.K. Warslut auseinandergesetzt hat, den dürften solche zweifelhaften Ergüsse kaum wundern, auch wenn politische Statements bei DESTRÖYER 666 bisher eher kein Thema waren.

Falsch erscheint in diesem Atemzug allerdings auch auf den musikalischen Teil dieser, zugegebenermaßen im Rahmen von „Never Surrender“ wohl simpelsten Songauskopplung, einzuhacken, denn eine vergleichbare Entwicklung hat „Wildfire“ durchaus nahegelegt. DESTRÖYER 666 haben, symbolisch gesprochen, das umgedrehte Kreuz gegen eine räudige Whisky-Attitüde eingetauscht und schreiben dabei nach wie vor Songs, deren Riffs sich nichtsdestoweniger in die Hirnrinde einfräsen.

„Never Surrender“ tauscht Petruskreuz gegen Whisky-Attitüde

Es dauert bis „Pitch Black Night“ und zum darauffolgenden „Mirror’s Edge“, wo die Australier zumindest einen Blick in die eigene Vergangenheit wagen und deutlich kompromissloser agieren. Doch auch die zuvor angebrachten Songs machen keinen schlechten Eindruck, kitzeln am Tanzbein und offenbaren eine enorm hohe Solidichte. So stellt sich letztendlich das komplette Album dar und macht „Never Surrender“ tatsächlich zu einem weiteren Highlight der „neueren“ Diskographie der Aussies. Zweifellos muss man sich dabei allerdings mit einigen Aspekten abfinden – das steht außer Frage.

Besonders weh könnte dies noch einmal zum Ende hin tun, wo das bitter fiese „Rather Death“ sowie das an die vergangene glorreiche Erhabenheit vieler Passagen erinnernde „Batavia’s Graveyard“ daran erinnern, was DESTRÖYER 666 einmal waren, aber auch eine sinnvolle Verknüpfung zur aktuellen Ausrichtung der Band schaffen.

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09.12.2022

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Destroyer 666 auf Tour

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6 Kommentare zu Destroyer 666 - Never Surrender

  1. EvilKnevil667 sagt:

    Was hier als „räudige Whisky-Attitüde“ beschrieben wird ist einfach nur langweiliges Standart-Oldschool Geriffe, das fast jede generische NWOTHM Band besser macht.
    Live, nach 5 Halben bestimmt ganz lustig, auf Platte einfach nur belanglos.

    5/10
  2. EvilKnevil667 sagt:

    Standard natürlich…peinlich

  3. nili68 sagt:

    Mir gefällt’s, wie immer. Ob nun Querdenken, alle Christen/Menschen sollen sterben oder Hail Satan/Wodan.. that’s (Black) Metal for you.

    8/10
  4. Gabbagandalf sagt:

    Ich würd sagen, das ist abgefahren, BM mit Thrash und vielen HM Anleihen, richtig rockig, was zum Mitgrölen nach 6 Bier, geht gut ins Ohr und gut gemacht, muss man aber in der Stimmung zu sein.
    Definitiv besser, als das was Darkthrone seit 20 Jahren verzapfen. Ich hätt mir ja gewünscht wenn der gute Keith, auch wenn er n Idiot ist, n paar Schritte zurück geht und noch mal was a la Bestial Warlust aufnimmt, aber das bleibt wohl ein feuchter Traum ansichts dieser rockigen Ausrichtung, die aber auch nicht schlecht ist…

    8/10
  5. doktor von pain sagt:

    Ist halt nix Besonders, aber trotzdem nicht schlecht. Ich mag’s.

    8/10
  6. nili68 sagt:

    Manchmal langt das halt.