Deus Inversus - Legion Is Our Name

Review

Galerie mit 21 Bildern: Deus Inversus - Dying Fetus - European Summer Tour 2013

Man nehme einen Bandnamen, der nach Schwefel riecht, ein Cover, das dazu ein wenig nach Hölle aussieht, baue am besten noch satanische Symbole in das Bandlogo ein, wähle Songtitel, die alles Christliche vernichten und den Teufel sowie Schmerzen preisen, und man hat den Exkurs in Sachen (Death-) Metal-Klischees mit Bravour bestanden.

Hierzu kann man DEUS INVERSUS gratulieren! Alle Punkte wurden vollends erfüllt. Nun machen die vier Teufelsjünger ja aber auch noch Musik… wären sie mal nur bei der Erfüllung der Death-Metal-Klischees geblieben.
Wenn man so diabolisch klingen möchte, wie die Aufmachung es verspricht, braucht man erstmal eine Produktion, die dies ermöglicht. Hier fallen DEUS INVERSUS schon mal komplett durch. Das Schlagzeug klingt, als würde ein Dreijähriger auf Pappkartons rumhämmern, und die Gitarren klingen drucklos und ziemlich schwammig. Für diese Produktion hätte man auch einfach einen Kassettenrecorder in die Mitte des Proberaums stellen können, auf „record“ drücken und die Band das Album einmal durchspielen lassen.

Der nächste Punkt ist, ich schiebe ihn mal mit viel Wohlwollen auch auf die Produktion, dass entweder das Schlagzeug, oder die Saitenfraktion ab und zu einfach aus dem Takt geraten, und dass es einfach klingt, als würde ein großes Timing-Problem reihum gehen.
Das Schlimmste ist jedoch, dass die Produktion gar nicht so viel kaputt machen kann, da die Riffs zum Großteil einfach verdammt langweilig sind und auch der Versuch durch Tempowechsel den Songs Leben einzuhauchen komplett daneben gegangen ist. Die Auftritte der akustischen Gitarren waren zwar nett gedacht, nur irgendwie wirken auch diese fehl am Platze.

Wenn man, so das Informationsmaterial, schon Vergleiche mit IMMOLATION und MORBID ANGEL wagt, sollte man doch wenigstens in der Lage sein, den Hörer durch interessantes Songwriting und innovatives Riffing zu überzeugen – Pustekuchen! Wenigstens klingt das Gegrowle vom Herrn Levin über weite Strecken solide und so infernalisch böse wie der Rest der Band gerne wäre.
Insgesamt haben DEUS INVERSUS es geschafft mit „Legion Is Our Name“, „Lucifer“ und „Burning Blood“ sage und schreibe drei gute Nummern auf das Album zu packen!

Klischees erfüllt, musikalisch größtenteils versagt, summa summarum macht das:

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05.11.2008

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4 Kommentare zu Deus Inversus - Legion Is Our Name

  1. satanica sagt:

    Ich verstehe den Autor nicht, gewissen Carsten Heimers. Was hast du für ein Problem? Bist du verklemmt? oder neidisch? oder magst du gute Dingen einfach nicht? Hier sind noch ein paar weitere Meinungen zur CD.
    powermetal.de: Wer sich die Wartezeit auf ein weiteres Album von MORBID ANGEL verkürzen möchte und sich zudem ärgert, dass DEICIDE leider nur noch ein Schatten ihrer selbst sind, bekommt hier den idealen Stoff geliefert, irgendwo in der Schnittmenge dieser Formationen würde ich auch DEUS INVERSUS einordnen und das nicht nur auf Grund der Klänge, sondern ebenso, wenn man sich die Texte zu Gemüte führt.
    heavy-metal.de: Ein Sprichwort sagt: Ein Intro sagt mehr als tausend Worte. DEUS INVERSUS kennen dieses wohl auch und eröffnen ihr neues Album mit einem düster-atmosphärischen Intro, welches den werten Hörer auf die kommenden 48 Minuten einstimmt. Und die haben es in sich.
    bleeding4metal.de: DEUS INVERSUS und ihre Musik sind nur was für spezielle Hörerschichten und nicht für die breite Masse geeignet.(oder eben dies ist dein Problem?)

    9/10
  2. audaron sagt:

    Nö, der ist nicht verklemmt; er liegt eher goldrichtig mit der Rezension. War die MCD schon öde, so beweist auch die vorliegende Platte, dass man sich mit DI mächtig langweilen kann. Der Vergleich mit IMMOLATION ist zudem Majestätsbeleidigung! Was würde Herr Dolan wohl dazu sagen?

    5/10
  3. satanica sagt:

    Lieber Audaron!
    Ist es nicht sonderbar, dass du nach wenigen Minuten auf meinen Kommentar antwortest? Hast du dir die Scheibe angehört? Oder schreibst du, als metal.de-Mitarbeiter, eher aus Solidaritätsgründen?

    9/10
  4. audaron sagt:

    Liebe(r) Satanica, beides! Beides!

    5/10