Down Among The Dead Men - Exterminate! Annihilate! Destroy!

Review

Geballte Erfahrung ist nicht immer ein Indiz für Qualität, im Fall von DOWN AMONG THE DEAD MEN aber allemal. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Fronter Dave Ingram ist durch sein Gebrüll bei den legendären BENEDICTION und BOLT THROWER und durch sein Engagement bei der Radioshow METAL BREAKFAST RADIO bekannt. Gitarrist und Bassist Rogga Johansson scheint kaum etwas anderes als Death Metal zu machen, unter anderem schon bei Hochkarätern wie PAGANIZER, THE GROTESQUERY und EDGE OF SANITY. Schmeckt gut, oder? Dementsprechend ist auch „Exterminate! Annihilate! Destroy!“ ein richtig appetitlicher Happen geworden.

Das zweite Studioalbum der erst 2013 gegründeten Combo umfasst 14 Songs, die insgesamt nicht mal auf eine Spielzeit von 40 Minuten kommen. Zwar fungiert ein Tempo gewissermaßen als roter Geschwindigkeitsfaden (irgendwo zwischen Midtempo und schnell), Abnutzungserscheinungen oder das Gefühl, immer wieder Gleiches zu hören, bleiben dennoch aus. Sicher klingt die Rhythmus-Gitarre hin und wieder ähnlich, doch raffinierte und clever platzierte Details sprengen diesen Eindruck sofort. So überrollt „Exterminate! Annihilate! Destroy!“ in der Summe eher schnörkellos, und die feinen Elemente dienen als gelungene Ergänzung zum standhaften Band-Gerüst aus Death Metal mit punkiger „Cruste“ – ob das nun eine reine Bass-Spur ist, ein in den Hintergrund verlegtes Solo, flinke Parts, die sich eher am Thrash-Riffing bedienen, oder ein Groovemonster, das wild umherstampft.

Zu meckern gibt es kaum etwas, zum Headbangen eine ganze Menge. Dazu trägt auch der lupenreine Sound bei, der im schwedischen The Rotpit entstanden ist – Applaus. Laut Titel möchte das zweite Studioalbum „vernichten, auslöschen, zerstören“ – oder so ähnlich, in jedem Fall aber mit Ausrufezeichen! Nach dem unterhaltsamen Hördurchlauf tendiere ich eher zu „headbangen, feiern, abgehen“. Denn für all diese Verben bieten DOWN AMONG THE DEAD MEN den passenden Zündstoff – und somit auch für eine explosive Party unter Metalheads. Demnach: Schraubt euch „Exterminate! Annihilate! Destroy!“ mal gepflegt rein, denn das Teil, aufgepeppt mit zwei Cover-Versionen (von ANVIL und DISCHARGE) und einigen Gast-Vocals, gehört zwingend in die Top-Listen der diesjährigen Death-Metal-Veröffentlichungen.

18.11.2015

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