Dragony - Viribus Unitis

Review

Soundcheck Januar 2021# 15

Die österreichischen Symphonic-Metaller DRAGONY, um den ehemaligen VISIONS OF ATLANTIS-Sänger Siegfried Samer, schreiben die Geschichte mit ihrem neuen Album „Viribus Unitis“ um!

„Viribus Unitis“ – was wirklich im Haus Habsburg geschah!

„Viribus Unitis“, übersetzt „Mit vereinten Kräften“, so lautete einst der Wahlspruch von Franz Joseph I., Kaiser von Österreich und König von Ungarn. Es geht um dessen Schicksal sowie seiner ermordeten Gattin Elisabeth, genannt Sisi, und deren gemeinsamen Sohn Kronprinz Erzherzog Rudolf. In dieser alternativen Realität überlebt Rudolf den Suizidversuch während der Schicksalsnacht auf Schloss Mayerling. Getrieben von Trauer und Sehnsucht nach seiner verstorbenen Mutter verschreibt er sich schwarzen Mächten und versucht in einer Verzweiflungstat, diese von den Toten zurückzuholen. Das geht allerdings schief, denn Sisi kehrt als Zombie-Kaiserin mit einer Armee von Untoten zurück. Wie es dazu kam und wie Franz Joseph mit Hilfe von Nikola Tesla zum Cyberpunk wird, erzählen DRAGONY auf „Viribus Unitis“.

Eine abgefahrene Geschichte von DRAGONY, eingebettet in ein Symphonic Metal Epos!

Das vierte Album der 2007 gegründeten DRAGONY kehrt stilistisch etwas zurück auf ihre eigenen Wurzeln und das Debütalbum „Legends“ von 2012, ohne allerdings die Weiterentwicklungen der letzten Jahre außen vor zu lassen. Im Sinne einer Rockoper kombinieren die Österreicher auf „Viribus Unitis“ melodischen Power Metal mit Symphonic Metal in Form von hymnischen, bombastischen Songs, natürlich mit viel Pathos und dieser gewissen Portion Kitsch, ohne allerdings zu schmalzig zu werden. Und auch in Verbindung mit dem textlichen Konzept stets mit diesem typischen augenzwinkernden Selbstverständnis der Österreicher. Dabei klingen DRAGONY abwechslungsreicher und zugleich heavier als zuvor. Eingängige, große Chöre, einprägsame Hooks, griffige Riffs, schneidende Soli und Melodien treffen in den Hymnen auf Orchestereinsatz, alles gefällig, mitreißend und schnell ins Ohr gehend, dabei dennoch auch ausdrucksstark.

Eröffnet wird „Viribus Unitis“ mit den Walzer-Klängen von „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss, passt natürlich perfekt, aber natürlich regiert danach der Symphonic Power Metal von DRAGONY. Angefangen beim von Tommy Johansson (SABATON, MAJESTICA) und Tomas Svedin (SYMPHONY OF TRAGEDY) geschriebenen Opener „Gods Of War“, dessen Gesangslinien und Text von Sänger Siegfried stammen; das Stück klingt ziemlich nach skandinavischem Symphonic Metal, eine neue Facette in den Klangwelten von DRAGONY. Als weitere Gäste auf „Viribus Unitis“ fungierten Michele Guaitoli (VISIONS OF ATLANTIS) und Georg Neuhauser (SERENITY). Abgeschlossen wird das Album durch das Rainhard Fendrich Cover „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh’n“, als einziger Song auf „Viribus Unitis“ in Deutsch gehalten und damit passend zum Konzept. Gesanglich wie auch instrumental ist alles im grünen Bereich, die Songs sind mitreißend gestaltet gut arrangiert.

Ein durch und durch österreichisches Epos

DRAGONY ist mit „Viribus Unitis“ ein sehr eingängiges, stimmiges Album gelungen, das allen Fans der Band zusagen sollten.

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07.01.2021

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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