Eleanora - Mere

Review

Nach vier Jahren sind ELEANORA wieder zurück und zwar mit ihrem neuen Album “Mere“. Das Quintett prescht mit voller Härte vor in finstere Gefilde und knüpft stilistisch an ihre 2014 erschienene EP an. Dabei bedienen ELEANORA besonders Freunde von Sludge, Doom und Screamo.

ELEANORA zeigen sich kombinationswütig

Die Combo besticht stark durch ihren rhythmischen Takt und dem lauten Organ vom Frontmann. Dieser lässt praktisch keine Pausen zu und legt seine geballte Energie in die Stimme. “Amos“ startet mit schnellem Tempo, welches mit fuzzigen Sound zum Mitnicken einlädt. Dabei überwältigt der Track tsunamiartig seine klangliche Manege und bleibt mitreißend.

Während Gitarre und Bass stetig in den Vordergrund rücken, entlädt sich im Hintergrund der paralysierende Klang durch verzerrende Effekte. ELEANORA schaffen mit sludgelastigem Sound und schnellen, wiederkehrenden Riffs eine transzendente Atmosphäre. Am besten kommt dieses Prinzip im Titeltrack zur Geltung.

Das kleine Songoutro baut langsam an Intensität ab und mündet in akustisches Gitarrenspiel. “Samira“ verzichtet hingegen direkt auf Gesang und erinnert leicht an PALLBEARERs “Foundations Of Burden“. Einige Songs lassen sich so eher zum Doom und einige eher zum Post-Hardcore oder Sludge einteilen.

Stolpersteine in “Mere“

An einigen Stellen wirkt der überzogene Gesang monoton. Es fehlt teils an Abwechslung, was das Zuhören oftmals anstrengend macht. Umso angenehmer erscheinen dann ruhige Stellen wie in “Eb“. Das bedeutet zwar nicht, dass ELEANORA gesanglich unhörbar sind, doch wirklich überzeugend präsentieren die Belgier Tracks wie “Elders“ dadurch nicht.

Dabei steckt sehr viel Potential in dem Gemisch aus Sludge und Screamo, aber die stimmliche Modellierung bleibt aus. Dass solch experimentelle Mischungen gut funktionieren können, bewiesen beispielsweise MY OWN PRIVATE ALASKA.

Trotzdem bleibt trotz jener Mängel der Sound selbst einzigartig und abwechslungsreich. Die stetigen Tempowechsel und der starke Bass machen “Mere“ zu einem interessanten Album. Fans, die ihren Doom gerne etwas schneller mögen, sollten unbedingt rein hören.

ELEANORA haben etwas einzigartiges

Der Sound bleibt das gesamte Album über wuchtig und durchdringend. Leider drückt der abwechslungsarme Gesang die Stimmung etwas runter und passt sich nicht immer direkt an die Grundzüge der einzelnen Tracks an. Schlussendlich ein Album mit Höhen und Tiefen und viel Potential.

08.11.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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