Electric Guitars - Electric Guitars

Review

Der Name ELECTRIC GUITARS dürfte hierzulande noch nicht allzu geläufig sein. In ihrem Heimatland Dänemark sind die beiden Bandköpfe Mika Vandborg und Soren Anderson (ex-WHITE LION, GLENN HUGHES) aber keine Unbekannten und durften mit ihrer Band sogar schon für DEEP PURPLE (auf Wunsch der Band) ein Konzert eröffnen. Mit “Electric Guitars” liegt nun das Debütalbum der beiden vor und will den Beweis antreten, dass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind.

Musikalisch pendeln sich die ELECTRIC GUITARS irgendwo zwischen modernem Rock, Blues und US-Hard-Rock ein. Prinzipiell eine gute Mischung, die handwerklich auch gut gemacht ist. Dazu kommen Stücke wie “Elevator Blues” oder “Spotlight” schön entspannt aus den Boxen. Wer sich in manchem Momenten an NICKELBACK oder verschiedene AOR-Bands erinnert fühlt, liegt damit gar nicht so verkehrt. Auf der anderen Seite ist aber auch genau das das Problem von “Electric Guitars”. Viel zu selten lassen die beiden Protagonisten ihren Klampfen freien Lauf, was man bei einem solchen Bandnamen durchaus erwarten könnte. Viel zu zahm agieren die ELECTRIC GUITARS bei Songs wie “Break It Up” oder “Never Mind The Dog”. Sicher, für das amerikanische Collage-Radio ist die Scheibe tauglich, wer aber auf harte Rockmusik und kleine Kabinettstückchen der Gitarristen wartet, wird enttäuscht. Im Prinzip wäre das sogar zu verschmerzen, wenn das Songwriting wenigstens stimmen würde. Wer es aber versäumt richtige Spannungsbögen in seine Musik einzubauen, liegt kompositorisch sicher nicht über dem Durchschnitt. Womit wir beim zweiten großen Kritikpunkt an “Electric Guitars” sind. Die Platte packt den Hörer nicht und es ist schwierig dem Album in seiner Gänze zu folgen. Die Momente, die aufhorchen lassen, kann man an einer Hand abzählen. Das ist leider zu wenig für eine Band, deren Musiker schon eine halbe Ewigkeit im Musikbusiness unterwegs sind und zudem mit Songwriting-Größen wie Glenn Hughes und Mike Tramp zusammen gearbeitet haben.

Wenn man es addiert, kommt man zu der Erkenntnis, dass die Platte sicher keinem weh tut und auch keinen Kollateralschaden erleidet. Dennoch kommt “Electric Guitars” nicht über das Mittelmaß hinaus, was auch daran liegt, dass die Songs teilweise zu beliebig sind und sich nicht im Ohr festsetzen wollen. Rockfans dürfen gerne ein Ohr riskieren, mir ist das was die ELECTRIC GUITARS abliefern unter dem Strich aber zu wenig.

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06.06.2014

Der metal.de Serviervorschlag

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