Et Moriemur - Ex Nihilo In Nihilum

Review

„Ex Nihilo in Nihilum“, das zweite Album der tschechischen Formation ET MORIEMUR, gehört, soviel sei schon hier verraten, zu den besseren Vertretern des traditionellen, atmosphärischen Death Doom.  Nach ihrem eher durchschnittlichen Debüt „Cupio Dissolvi“ gelingt es dem Quintett auf „Ex Nihilo in Nihilum“ eine ordentliche Schippe draufzulegen und einen reiferen, unterhaltsameren Nachfolger zu präsentieren.

Hierfür hat man an ein paar kompositorischen Stellschrauben gedreht: Zwar verbleibt die Grundausrichtung in einem düsteren Dreieck aus MY DYING BRIDE, SATURNUS und EVOKEN. Aber ET MORIEMUR gehen nun deutlich packender, deutlich selbstständiger zu Werke. Dem getragenen Death Doom werden immer wieder instrumentale Variationen hinzugefügt, was die neun Titel abwechslungsreich macht und kaum Langeweile aufkommen lässt – ein Kunststück, welches vielen Death Doom-Vertretern nicht unbedingt gelingt. Gerade Titel wie „Nihil“, das mit einem wuchtigen Schlagzeug und bezaubernden Melodien versehen ist oder das wummernde, basslastige „Le Choix“, das von Violine und Orgel getragen wird, sind stark vorgetragene, düstere Hymnen. Über allen Titeln trohnt jedoch der Sechzehn-Minuten-Hammer „Black Mountain“, der durch seinen Keyboardeinsatz und eine düster-romantische Grunstimmung stellenweise an die Gothic Metaller TYPE O NEGATIVE erinnert: Daneben kommen MY DYING BRIDE-igeViolinen, Gedicht-Rezitierungen von Samuel Becket und Oswald Henke und ein gerütteltes Maß an starken Gitarrenmotiven zum Einsatz – allein dieser Titel zeigt, dass in ET MORIEMUR mehr steckt als eine bloße Randnotiz im Death Doom-Zirkus. Zwar gibt es immer noch Steigerungsmöglichkeiten: Der Gesang von Frontmann Zedeněk Nevělík wirkt noch immer ein wenig zu hölzern und kantig, um wirklich jederzeit stimmungsangemessen und schmeichelnd  ins Ohr zu gehen. Zudem sind nicht alle Titel auf dem fesselnden Niveau der vorgenannten Titel – gerade die ersten Stücke auf dem Album sind ein wenig austauschbar und vorhersehbar geraten.

Dennoch: Eine positive Entwicklung, die die fünf Herren von ET MORIEMUR  auf „Ex Nihilo in Nihilum“ durchgemacht haben. Für Freunde stimmungsvoller, düsterer Musik absolut einen Durchlauf wert.

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05.05.2015

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Der metal.de Serviervorschlag

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