Exodus - Blood In, Blood Out

Review

Galerie mit 18 Bildern: Exodus - Ruhrpott Metal Meeting 2018

Es gab viel Trubel um die Rückkehr von Steve ‘Zetro’ Souza zu ‘seiner’ Band EXODUS. Sein Vorgänger Rob Dukes ist nicht so ganz freiwillig aus der Band geschieden, und die Rückkehr von Zetro sah zunächst auch eher nach einer ‚wir-brauchen-ein-bisschen-mehr-Kohle-deshalb-holen-wir-den-Kultsänger-zurück-mit-dem-wir-uns-eigentlich-zerstritten-hatten‘-Aktion aus. Alle Gedankenspiele sind nun passé, denn mit “Blood In, Blood Out” liegt das neue, mittlerweile zehnte Studioalbum der Bay-Area-Thrasher vor und bläst ohne Kompromisse zur ‘Exodus Attack’.

Ich hatte zunächst ein wenig Bammel, dass durch Gary Holts Mitwirken bei SLAYER die musikalische Orientierung von EXODUS in Richtung der Totschläger tendieren würde, aber weit gefehlt. “Blood In, Blood Out” bietet dem Fan genau das, was man von den Thrash-Urgesteinen erwartet. Die Riffs zerschmettern das Gehirn brutal wie eh und je, die Rhythmusgruppe Jackson und Hunting ist nach wie vor die beste der gesamten Szene und mit Zetros Gesang ist nun endlich – so könnte man sagen – das fehlende Puzzleteil in den Bandsound zurück gekehrt. Nicht, dass ich die Leistung von Rob Duke schmälern möchte, er hat vor allem auch live eine gute Figur gemacht, aber jetzt klingen EXODUS für mich wieder komplett. Gleiches gilt auch für die Gangshouts, wie im alles niederwalzenden Titeltrack (hier wird eine Brücke ins Jahr 1985 geschlagen), die brachialen Midtempo-Monster wie “Salt The Wound”, das übrigens ein Gastsolo von Kirk Hammett enthält und die messerscharfen Soli der Herren Holt und Altus. Kurzum: alle Stärken von EXODUS finden sich auch auf “Blood In, Blood Out” wieder und werden dabei partiell noch gesteigert. Ein weiterer Pluspunkt des Albums ist das Songwriting, das verglichen mit den beiden Vorgängern weniger komplex und episch ausfällt, dafür aber knackiger auf den Punkt kommt und fokussierter klingt. Das kommt wiederum dem Aggressionspotential von “Blood In, Blood Out” zugute. Das Thrash-Quintett schafft es hier locker die Energie ihrer Shows in die elf Songs zu transferieren, so dass man auch vor der heimischen Anlage problem- und kompromisslos den Toxic Waltz tanzen und die Einrichtung zu Kleinholz verarbeiten kann.

Die Rückkehr von Zetro war in jedem Fall die richtige Entscheidung, belebt der Mann den EXODUS-Sound doch wieder neu. Weniger kopflastig, dafür umso brutaler knallt das neue Material aus den Boxen und macht dabei keine Gefangenen. EXODUS haben mit “Blood In, Blood Out” nicht nur ihre stärkste Scheibe seit “Tempo Of The Damned” veröffentlicht, sondern auch gleich das Thrash-Album des Jahres in den Orbit geschossen. Good friendly violent fun at its best, sozusagen. Einen Punkt dürft ihr mir für mein Fandasein abziehen, die anderen stehen felsenfest.

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04.10.2014

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3 Kommentare zu Exodus - Blood In, Blood Out

  1. Thanus sagt:

    Souza klingt unerträglich und damit meine ich weit unerträglicher als er jemals geklungen hat. Schade um Dukes.

  2. neco sagt:

    Ich weiss ja nicht, 10 von 10 ??? Mit viel guten Willen 7!
    Dabei lass ich den Sänger mal aussen vor, denn mir persönlich gefällt Dukes viel besser.
    Zwar ist die neue Scheibe wieder geiler als die letzten Platten. Aber insgesamt habe ich doch mehr erwartet.
    Man hat einfach bei der Hälfte der Songs das Gefühl, dass Exodus einfach nicht auf den Punkt kommen.
    Wo sind die 3 und 4 Minüter, die einfach nur mal amtlich nach vorne gehen???
    Sollten sie das auf der nächsten Platte hinbekommen, geht auch Souza klar…

    7/10
  3. Milch sagt:

    habe mal reingehört, fand das dargebotene Material nicht sonderlich spannend. bin aber zugegebenermaßen auch nicht der größte Exodus-Fan unter der Sonne, deswegen entgeht mir möglicherweise etwas. Naja für nicht-Fans empfehle ich dann doch eher den Genuss mit Vorsicht.