F.O.B. - Reap What You Sow

Review

Es ist lediglich ein paar Tage her, als ich mit dem Re-Release von ”Angelic Encounters“ feinstes Old-School-Gehäcksel der Marke THANATOS unter der Lupe hatte. F.O.B. markieren im Grunde das exakte Gegenteil der Holländer, sowohl was die stilistische Ausrichtung angeht und, sofern man mit kompromisslosen Zungen spricht, auch was die qualitative Leistungsfähigkeit betrifft. Mit fast 20 Jahren auf dem Buckel gehört das tschechische Quintett bereits zu den eher alteingesessenen Truppen aus unserem östlichen Nachbarland, hat allerdings bisweilen mit keinem Album wirklich richtig überzeugen können. Das lag und liegt hauptsächlich an der größtenteils geradezu zelebrierten Einfallslosigkeit in Bezug auf das Songwriting.

Das ändert sich leider auch mit “Reap What You Sow“ nicht im Geringsten. Klar, wie es sich gehört, ist die fünfte Scheibe der Kombo bestens produziert, zielt ganz eindeutig auf die Magengrube, trifft auch hin und wieder, macht dies aber auf eine beispiellos uninspirierte Art und Weise. Mit einem kernigen Mix aus Death- und Thrash-Metal haben F.O.B. bei Leibe nur ganz wenig zu tun. Blöd gesagt, da würden bei oben genannten Bands wie THANATOS die Zehennägel wie ein Rollladen nach oben rattern. Denn dazu kommt, dass die Tschechen die perfekte Angriffsfläche für jene Puristen liefern, die immerzu mit dem erhobenen Gehstock auf den modernen Metal schelten.

“Reap What You Sow“ hat nämlich im Grunde alles, was in die Kategorie moderne Stangenware gehört – alles nicht schlecht, aber auch bei weitem nicht gut. Da wechseln Standardgrowls mit Screams und gähnigen Clean-Vocals, saftige Breaks markieren eine Prollo-Instrumentalwand nach der anderen und auch sonst scheint der Truppe viel daran zu liegen, möglichst wenig Entfaltungsspielraum für Eigendynamik und bretternde Riffketten zu gewähren. Eigentlich essentielle Dinge, über die sich Death/Thrash-Metal charakterisiert. Wer sich vornehmlich in diesem Sektor moderner Interpretationen bewegt, der kann F.O.B. vielleicht sogar etwas abgewinnen, der Rest hat es tatsächlich nur mit unterdurchschnittlicher Gleichförmigkeit zu tun.

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21.06.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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