Fangtooth - Fangtooth

Review

Die Doom-Metaller FANGTOOTH aus der sizilianischen Stadt Messina bringen ihr selbstbetiteltes Debut via Solitude Productions unter die Leute und bieten in seinen Grundzügen eher traditionellen Doom-Metal der Marke CANDLEMASS, SAINT VITUS oder WITCHFINDER GENERAL, den sie mit einer Dosis beschwingtem 70er-Rocksound anreichern. Man merkt sofort, dass die involvierten Musiker keine Neulinge im Geschäft sind, sondern bereits in anderen regionalen Projekten einen gewissen Erfahrungsschatz gesammelt haben.

„Fangtooth“ klingt für ein Debut verdammt selbstbewusst und durchdacht. Klingt der Opener „The Eye Of God“ noch schwer und drückend, bietet „Father“ melodieverliebte, treibende Riffs in bester CANDLEMASS-Manier, wobei diese zwischenzeitlich von ordentlich drückenden, walzenden Parts abgelöst werden. Das abschließende „Cry Of The Nephilim“ ist mit seinen tonnenschweren Moll-Wänden und seinem herzzereißenden Gesang ebenfalls nicht zu verachten. Generell tut man dem Album Unrecht, wenn man einzelne Songs herausgreift, denn jedes einzelne Stück brilliert durch sorgfältige Ausarbeitung und ein hohes Maß an Abwechslung. Dies führt jedoch hin und wieder dazu, dass die Songs zusammengenommen keinen wirklich homogenen Eindruck machen und man als Hörer oft nicht ganz so recht weiß, was FANGTOOTH jetzt eigentlich genau sein wollen. Zwischen deprimierender Schwere, 80er-Doom-Melos und rockigen Nuancen ein Gleichgewicht zu finden, ist sicherlich keine allzu leichte Zielsetzung, und hieran (und auch nur hieran) merkt man dann doch, dass es sich um einen ersten Anlauf der Band handelt. Auch die Produktion hätte etwas kräftiger ausfallen können, die Bässe versinken von Zeit zu Zeit hilfslos zwischen den Gitarren, das Schlagzeug hat einen etwas matschigen Klang.

Der Gesamteindruck, den FANGTOOTH mit ihrem Debut bei mir hinterlassen haben, ist jedoch durch und durch positiv. Höchst traditionell und dennoch mit einem guten Schuss Schwung stampfen und schaukeln sich die Sizilianer durch ihre sechs ansprechenden Songs und lassen es dabei zu keiner Zeit an Stimmung mangeln. Ein kraftvolles Debut, und für jeden Freund des Genres empfehlenswert!

19.04.2011

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