Fiddler's Green - Jubilate!

Review

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Dass die Irish Independant Speedfolker von FIDDLER’S GREEN ausgerechnet erst nach einer völlig verkorksten Veröffentlichungspolitik zu verspäteten DVD-Ehren kommen, ist nichts worauf man in Erlangen stolz sein sollte. Nicht wenigen Fans ist wohl übel aufgestoßen, nach den ersten 80 Konzertminuten von „Celebrate“ nun nach so kurzer Zeit schon wieder 20 Euro bezahlen zu müssen, um auch in den Genuss der restlichen Setlist des 3 Stunden Konzertes von der Burg Hoheneck kommen zu können. Dass diese Sache den Fiedlern selber wohl auch peinlich genug ist, zeigt der intensive Versuch „Jubilate“ nicht als „Celebrate Part 2“ sondern als eigenständige DVD unter die Menschheit zu bringen. So gibt’s den Rundling auch nur exklusiv im bandeigenen „Shephard Jumble“, die Spielzeit ist etwas länger, langerwartete Videoclips der Truppe wurden nachgereicht, und hier gibt es auch endlich eine vernünftige Bandhistorie mit Kommentaren von Peter und Albi selber.
Zum eigentlichen Konzert muss man dann kaum mehr sagen, als dass die Songs vom Unterhaltungseffekt auf demselben hohen Niveau sind, wie die der Vorgänger DVD. Kein Wunder, denn in ihren 15 Jahren Bandgeschichte hat die Truppe so viele klasse Alben aufgenommen, dass selbst bei einer 3 Stunden Show immer noch viele Ohrwürmer wie „Lanigans Ball“ oder „KMA Goodbye“ auf der Strecke bleiben müssen. Dafür gibts aber zum ersten Mal den Titeltrack der Band zu hören, und auch die ordentlich aufgemotzte Version von „Another Ring of Fire“ macht ne Menge her. Der Sound geht mit lauter Snare und leisen Gitarren zwar immer noch eher in Richtung der ersten Studioalben, statt den druckvollen Harmoniewänden neuerer Veröffentlichungen, aber so bleibt zumindest der rustikale Folkcharme erhalten.
Traurigerweise bleibt dem Fan also nichts anderes übrig, als wirklich das Geld für beide DVDs bezahlen zu müssen, denn auf jeder der beiden befindet sich unverzichtbares Material mit jeder Menge guter Laune. Waren es auf „Celebrate“ noch Songs wie „Tarry Trousers“, „Tangerine“ mit Eric Fish, oder dem legendären Zungenbrechersong „Mary Mack“, ist es hier die umfangreiche Bandhistorie, die deutlich lustigere zweite Fassung der Greencuts, „Star of the Country Down“, oder eben der legendäre Bandsong vom ersten Album. Aus beiden Veröffentlichungen aber eine dicke Doppel DVD zu machen, wie es schon SUBWAY TO SALLY oder BLIND GUARDIAN vormachen durften, wäre aber deutlich fanfreunndlicher gewesen.

28.01.2006

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