Frameshift - An Absence Of Empathy

Review

Als Skid-Row-Sänger machte sich Sebastian Bach einen Namen, dann war er lange Zeit hauptsächlich als selbstverliebter Musical-Rockstar bekannt. Jetzt gibt es auch mal wieder ein aktuelles Lebenszeichen aus den härteren Gefilden. Während „Unweaving The Rainbow“ noch von James LaBrie (Dream Theater) eingeträllert wurde, borgt Herr Bach nun dem zweiten FRAMESHIFT-Album sein Goldkehlchen. Im instrumentalen Bereich hat dagegen wieder Henning Pauly alle Fäden in der Hand behalten, mit Ausnahme der Trommelstöcke. Bei Mr. Pauly schlägt sich die musikalische Versiertheit sogar in einem Abschluss an einer renommierten Musikschule nieder. Vielleicht erklärt selbiger ja den etwas überkandidelten Melodic-Prog-Rock, den der Wahlamerikaner hier verzapft hat.
Angelehnt an Konzept-Referenzwerke wie Spock’s Beards „Snow“ macht er vieles richtig. Auf Sologewichse wird verzichtet, stattdessen geht es songdienlich zur Sache. Hardrockriffs, einprägsame Melodien, Zuckerrefrains und nachvollziehbare Strukturen, teilweise sogar etwas Pop trifft man in diesem Genre sonst nicht unbedingt im Übermaß an. Auch ein Track wie ’Blade’, der nicht nur durch den bombastischen Chor die Dramatik eines epischen Hollywood-Blockbuster versprüht, will in dieser Form erstmal auf CD gebracht sein. Doch was hier hervorragend mit den Texten harmoniert (es geht um den altertümlichen, heroischen Kampf), beißt sich ansonsten mehr als einmal mit dem lyrischen Hintergrund. Überwiegend fröhlich wirkendes, musicalartig inszeniertes Liedgut passt nicht ganz zu einem Mann, der sich intensiv mit Gewalt beschäftigt. Theatralischen Gesangslinien und der viele Pathos verleihen „An Absence Of Empathy“ eine kitschige Wirkung, die das Album unnötig abschwächt.
Auch seltsam, dass sich Henning Pauly überwiegend Mitteln bedient, die so schon in den 80ern Verwendung fanden, wo er doch gerne in Interviews Kreativität in Verbindung mit Modernität fordert. Von einem Mann mit diesem musikalischen Hintergrund, hätte man da doch einen winzigen Deut mehr erwartet.

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11.07.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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