Giuda - EVA (Extravehicular Activity)

Review

Die Glam-Rocker GIUDA haben mit ihrem bisherigen Wirken jede Menge gute Laune verbreitet, und folgerichtig und verdientermaßen kam auch ihr drittes Album „Speaks Evil“ bei uns gut weg. Und „EVA“ („Extravehicular Activity“), Album Nummer vier der Band aus Rom, setzt die eingeschlagene Richtung konsequent fort: Da gibt es wieder eine ordentliche Dosis shuffeligen Rock’n’Roll, eben im stampfenden Glam-Rock-Tempo, ein wenig punkige Unbekümmertheit, effektive Gitarrenriffs mit ebenso effektiven Gitarrensoli, vielen Backgroundchören und eben der poppigen Leichtigkeit, die bereits die vorherigen Alben zu einem akustischen Lollilutschen machten.

GIUDA richten thematisch den Blick in Richtung Weltall

Neu ist diesmal, dass GIUDA mit „Interplanetary Craft“, „Space Walk“ und „Space Go“ thematisch den Blick vermehrt in Richtung Weltall richten. Gerade bei letzterem Track sorgen die eingesetzten Synthesizer und Gitarreneffekte für wohlige Reminiszenzen an die Zukunftsvisionen der Siebziger – eben eine der musikalischen Heimaten der Band. „Cosmic Love“ wiederum gibt ganz geerdet auf der Tanzfläche eine gute Figur ab, genauso wie „Interplanetary Craft“, bei dem die Gitarren reverbverstärkt durch den Äther rauschen, während Schlagzeug und Bass den luftigen Rhythmus vorgeben. Und der Rausschmeißer „Junk“ erinnert mit seinen „Morsegitarren“ vermutlich nicht ungewollt an BLONDIEs „Heart Of Glass“. Daneben sind die vier Musiker gerade bei den schmissigen Rockern „Overdrive“, „No Place To Hide“ oder „You’ve Got The Power“ wieder in Bestform.

„EVA“ wirkt kürzer, als es ist

Es gibt allerdings auch etwas zu meckern, und das betrifft die gefühlte Länge der Scheibe. GIUDA haben diesmal nämlich mit „Space Walk“, „Space Go“ und „Ravers Rock“ gleich drei Songs aufgenommen, die mehr oder minder ohne Text auskommen und nur den Titel wiederholen – ganz so, als wären der Band ein wenig die Textideen ausgegangen. Schlecht sind die Stücke keinesfalls, nur wirkt das Album dadurch irgendwie unfertig und kürzer, als es eigentlich ist. Das ist schade, denn abgesehen davon ist „EVA“ empfehlenswert und ist ein weiterer Garant für gute Laune und dürfte ebenso für volle Tanzflächen sorgen wie die Alben zuvor.

06.04.2019

- Dreaming in Red -

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