Glyder - Playground For Life

Review

Bereits mit ihrem selbstbetiteltem Debüt “Glyer” konnten die Jungs aus Irland voll und ganz überzeugen. War damals noch die Schwachstelle, dass sich die Band zu sehr an ihren Idolen THIN LIZZY orientierte, gilt diese nun als vollkommen ausgebügelt. Denn so selbstsicher, enthusiastisch, erfrischend und eigenständig wird an ihrem zweiten Album zu Werke gegangen, dass eben diese Mankos überhaupt nicht mehr zu erkennen sind.

Vor allem fällt jedoch auf, dass sich die Herren Fisher, Cullen, Kinane und Ryan nicht nur songwriterisch entwickelt haben, nein, auch von der Handhabung ihrer Instrumente wurde enorm gefeilt. Beschränkte man sich im Jahr 2005 noch auf eher einen Stil, kommen hier mehrere Attitüden zum Einsatz. Von Blues, Hard Rock, Alternative, Rock, Heavy Metal und netten Sleaze-Ausritten ist hier die Rede, gekonnt in den Songs etabliert und verarbeitet, ohne dabei die musikalische Zielrichtung aus den Augen zu verlieren.

Da ist es kaum verwunderlich, dass nicht gerade alle Stücke schon von der ersten Sekunde an zünden sondern eine Zeit brauchen, um sich in das Gehör einzupendeln. Wen dieser Schritt jedoch erfolgt ist, lassen einen die Stücke nicht mehr zu Ruhe kommen. Man möchte am liebsten zu den Jungs auf die Bühne steigen und mitspielen, mitsingen oder einfach nur ein wenig headbangen. Das wird besonders bei solchen Übernummern wie „Gambler´s Blues“, „Playground For Life“, „Over And Over“ oder „The Merrygoround“ deutlich.

Die gesangliche Leistung von Tony Cullen soll an dieser Stelle natürlich auch nicht unberücksichtigt bleiben. Der Sänger und Bassist hat sich ebenfalls wie seine Mitstreiter stark weiterentwickelt und kann nun in mehreren Tonlagen dominieren, ohne auch nur den Ansatz einer Grenze erscheinen zu lassen.

Produziert wurde das geniale Teil erneut von Produzenten-Legende Chris Tsangarides, der schon Größen wie JUDAS PRIEST, THIN LIZZY, BLACK SABBATH oder OZZY OSBOURNE zu Klangexzessen verholfen hat.

Wenn man sich den Kreis der Supporter von GLYDER anschaut, wird einem klar, dass nicht Wenige das Potential der Band erkannt haben. Und wenn schon Philomena Lynott aussagt, dass die Grundstimmung der Alben von GLYDER sie immer an das Schaffen ihres Sohn Phil erinnert, dann kann das gerade eine irische Band natürlich nur aufheizen.

GLYDER bieten mit „Playground For Life“ eine zeitgemäße Hard-Rock-Platte, die abwechslungsreich, klasse arrangiert und vor allem ehrlich ist. So langsam ist es an der Zeit, dass sich mal ein größeres Label aufmacht und dem Quartett unterstützend zur Hand geht.

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14.01.2008

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