Glyder - Weather The Storm EP

Review

Nach zwei überdurchschnittlich guten Veröffentlichungen und verschiedenen Tourneen melden sich GLYDER mit einer feinen EP zurück, welche die Zeit zum nächsten Album überbrücken soll. Auf „Weather The Storm“ zocken die Iren nicht unbedingt den Stil, der sonst auf den Alben vertreten ist. Die Stücke spiegeln vielmehr die unterschiedlichen Facetten dieser Ausnahmeband wieder.

Zu jedem der Stücke gibt es kleine Linernotes, die etwas über die Songs aussagen. Mit „Brewin Up A Storm“ wird die EP eröffnet. Die Nummer beginnt eher rockig, erinnert sogar etwas an alte NEW MODEL ARMY mit Hammondorgeluntermalung. Die Grundstimmung des Stücks ist cool, wenn auch ein wenig eigensinnig. Das Lied wurde ursprünglich von einer ebenfalls irischen Band namens THE STUNNING geschrieben. GLYDER spielten das Cover gerne in frühen Zeiten auf Konzerten. „Love Never Dies“ wurden etwas von Bram Stoker´s Dracula inspiriert. Beim Songwriting für die Alben wurde die Nummer irgendwie nie fertiggestellt, was die Jungs nun nachgeholt haben. Der Track ist schön symphonisch und auch ein wenig melancholisch. Auch hier kommt wieder die Hammondorgel zum Einsatz, welche das Stück wunderbar untermalt. „Weather The Storm“ war eigentlich schon für das Debütalbum “Glyder” vorgesehen, passte allerdings nicht ganz ins Soundkonzept. Schlimm ist das nicht, denn schließlich kam der Song doch noch unter. Die Nummer ist sehr nachdenklich und ein wenig hoffnungslos. Leichte Reggae- und Rockelemente geben sich hier die Klinke in die Hand. Nach so vielen einigermaßen ruhigen Stücken legen die Jungs mit „Fill Your Hand With Rock“ schlussendlich deutlich schneller und fetziger los. Das Teil wurde extra für das Sweden Rock Festival 2008 geschrieben und dort in Form einer CD unter die Leute gebracht. 15 weitere Bands nahmen einen Song mit dem gleichen Titel dafür auf. Geil ist der Mittelteil des Songs, der auch von KISS oder IROM MAIDEN hätte stammen können. Anhören! Und zum Schluss gibt es eine schöne Prise feinsten Rock ’n‘ Rolls. „Lay Down“ wurde von Sänger und Bassist Tony Cullen nach einem Konzert von Altmeister Rory Gallagher geschrieben, dessen Einflüsse deutlich zu hören sind…obwohl Johnny Cash sicher auch hätte Pate stehen können.

Dass das Cover der EP schweinegeil ist braucht ich nicht extra zu erwähnen, oder?

Um die Wartezeit auf das neue Album zu überbrücken eignet sich diese EP sicherlich bestens. Allerdings muss angemerkt werden, dass hier wahrscheinlich nur Fans von GLYDER ihre Freude dran haben werden, da typische Stücke der Iren nicht wirklich enthalten sind.

08.10.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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