Good Charlotte - Youth Authority

Review

Ende der 90er bis Mitte der 00er war Pop-Punk ein faszinierendes Phänomen. Bands wie BLINK 182, SUM 41 oder GOOD CHARLOTTE zählten zu den Vorreitern einer merkwürdigen aber unglaublich eingängigen Mischung aus poppiger Rockmusik und rotzigem Punk. Anno 2016 ist es nun der Fall, dass die beiden erstgenannten neue Werke am Start haben. Und um das Revival perfekt zu machen, haut auch die Band um die Gebrüder Madden mit “Youth Authority“ einen neuen Longplayer raus.

“Youth Authority“ beginnt mit “Life Changes“, einer standardmäßigen Pop-Punk-Nummer. Melodisch, rockig und sehr einfach gestaltet, markiert der Song einen soliden Opener. Danach geht es bergab. Einfalls- und belanglose Texte, simple Songstrukturen und eine auf Dauer sehr quäkig wirkende Stimme Joel Maddens machen das Zuhören oft nicht leicht. Sicherlich haben einige Songs durch ihre Eingängigkeit ihre Vorzüge: “Life Can’t Get Much Better“ hat einen hymnischen Charakter oder “Keep Swinigin‘ “ legt den Fokus einmal mehr auf die Rockmusik statt auf poppiges Gedudel. Dies sind allerdings wenige Ausnahmen einer Platte, auf der die Lieder auch nach mehrmaligem Hören alle gleich klingen.

Auch wenn das Genre für solche Kritik anfällig ist: GOOD CHARLOTTE haben es schon besser gezeigt. Das 2007er Werk “Good Morning Revival“ bot beispielsweise abwechslungsreiche Popmusik mit starker Gitarrenarbeit und melodischen Refrains. “Youth Authority“ lässt diese Eigenschaften vermissen und zählt damit zu den schwächeren Veröffentlichungen der Band. Doch gerade als man das Album schon abgeschrieben hat, überraschen GOOD CHARLOTTE doch noch einmal mit guten Ideen. “Cars Full Of People“ überzeugt durch seine schöne Melodie ebenso wie “Rise“. “WAR“ hingegen strotzt vor Abwechslungsreichtum: Die Rhythmik ist spannend gestaltet, die Instrumentierung lässt lateinamerikanische Einflüsse vermuten und gegen Ende wird der Song sogar richtig hart.

Alles in allem haben sich GOOD CHARLOTTE mit diesem Album sicherlich keinen großen Gefallen getan. “Youth Authority“ hat mehr Tiefen als Höhen und zählt nicht zu den Alben, die einem aufgrund ihres Ideenreichtums dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Da greift man doch eher zu älteren Werken der Band.

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30.07.2016

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