Grimm - Kalt Wie Dein Herz

Review

Man weiß eigentlich von Beginn an nicht so richtig, in welche Sparte man die beiden Jungs von GRIMM nun einordnen soll. Assoziiert man das Cover mit einem eher kühl-elektronischen Sound, legt der Opener „Konsumier mich“ dann doch mit düsteren Gothic Rock-Klängen los und auch das folgende „Parasit“ rockt dann doch primär in den Gehörgängen der dunkel angehauchten Gothic-Fraktion, wenn auch der ein oder andere Industrial-Liebhaber hier vielleicht angesprochen werden könnte. Rockig und durch die zusätzlichen weiblichen Vocals durchaus eingängig, legt „Kalt wie Dein Herz“ somit recht intensiv los und gleichzeitig fühlt man sich dabei dennoch immer wieder ertappt, an den guten alten JOACHIM WITT zu denken…

Dies liegt vor allem daran, dass auch im weiteren Verlauf die Lyrics nicht immer von ausgeprägter Tiefgründigkeit geprägt sind und der ein oder andere Song sich doch ziemlich plump präsentiert („Ameisen“). Auch die Vocals wirken manchmal emotions- und somit ausdruckslos und wollen den Hörer einfach nicht so richtig in seinen Bann ziehen. Die Songs sind dabei stellenweise durchaus gut anzuhören, vor allem wenn es GRIMM etwas langsamer angehen lass („Tiefer“, „Energie“) – insgesamt betrachtet fehlt es dem Album jedoch an wirklichen Höhepunkten und oft plätschern die Songs mehr oder weniger belanglos vor sich hin. Alles nicht gravierend schlecht, aber eben auch ohne den besonderen Kick, der ein Album eigentlich auszeichnen sollte. Dezente Synthie-Klängen werden durchmischt mit intensiven Gitarrenriffs sowie düsteren Drums und GRIMM bewegen sich somit irgendwo zwischen Gothic Rock, Industrial und NDH. Gleichzeitig verliert sich das Duo etwas in diesem musikalischen Bermuda-Dreieck und so bleibt man am Ende leicht unbeholfen zurück.

Richtig schlecht ist „Kalt wie Dein Herz“ beim besten Willen nicht, dennoch werde ich mit dieser Scheibe einfach nicht so richtig warm. Den Songs fehlt einfach das Besondere, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gute Ansätze sind auf jeden Fall vorhanden, auf die es in der Zukunft aufzubauen gilt. Eine erste Duftmarke haben GRIMM auf jeden Fall hinterlassen – an der Rezeptur muss das Duo allerdings noch ein wenig arbeiten.

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22.11.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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1 Kommentar zu Grimm - Kalt Wie Dein Herz

  1. quarlon sagt:

    @phoenix: heksenkringen ist nicht von diesen band aber von grimm aus holland. die hollander gefalt mich besser

    7/10