Hallowed Butchery - Deathsongs From The Hymnal Of The Church Of The Final Pilgrimage

Review

HALLOWED BUTCHERY präsentiert mit “Deathsongs From The Hymnal Of The Church Of The Final Pilgrimage“ sein 2020 erschienenes Album und zeigt sich dabei sehr eigensinnig und düster. Weshalb sich der Künstler entschied, sein Werk nach einem Jahr nochmals zu überarbeiten, bleibt wohl sein Geheimnis. Der Name des Albums macht es in Sachen Eingängigkeit der klanglichen Welt von HALLOWED BUTCHERY gleich und kündigt so ein äußerst schwer verdauliches Werk an.

HALLOWED BUTCHERY zwischen Mut und Wahnsinn

“Deathsongs From The Hymnal Of The Church Of The Final Pilgrimage“ siedelt sich irgendwo zwischen Doom und Black Metal an. Thematisch geht es, wie nicht anders zu erwarten, um den Tod und das Ende von allem Existentiellen. Anders als die Lyrik scheint der Sound dagegen schon ausgefallener als zunächst angenommen.

“Evergloom“ baut zaghaft eine etwas verlorene Atmosphäre auf und startet anschließend mit undeutlichen Growls von Ryan Scott Fairfield. Der dröhnende Bass findet derweil zwischenzeitlich eine Unterbrechung und erhält Begleitung von kleinen akustischen Gitarreneinspielern. Dabei kristallisiert sich nun auch die Stimme, mit ihrem geisterhaften Klargesang, eindringlich heraus.

Jene Stellen besitzen wahrlich Gänsehautcharakter und entführen den Hörenden an bitterkalte beklemmende Orte. HALLOWED BUTCHERY versteift sich jedoch nicht auf bloßen Doom, sondern schafft mit Synthesizern einen sehr verspielten Faktor. “The Altruist“ fügt noch weiblichen Gesang hinzu, übertreibt jedoch mit unsauberen Verzerrungen und Effekten. Dadurch leidet besonders die aufgebaute Authentizität.

“Deathsongs From The Hymnal Of The Church Of The Final Pilgrimage“ verliert schnell an Ausdauer

Die ruhigeren Gesangspassagen wirken noch am eindrucksvollsten. Trotz des experimentellen Ansatzes schafft es HALLOWED BUTCHERY nicht diesen spannend aufrechtzuerhalten. Hier und da schimmert zwar eine melodische Steller hervor, doch das übertriebene Gegröle mag einfach nicht in das Gesamtbild passen.

Auch Entwicklungen bleiben aus, wodurch das Album stetig an Stärke verliert. “Death To All“ bringt zwar noch etwas Industrial mit rein, zieht sich aber nichtsdestotrotz in die Länge. Und das ausgerechnet als der längste Track des Albums.

HALLOWED BUTCHERY verspielt seine Stärken

Die Ansätze sind spannend, doch die Umsetzung gelingt nur teilweise. Übersteuerte Effekte auf der Stimme und langatmige Passagen, geben dem sonst eigenwilligen Sound einen spannungslosen Charakter. Auch thematisch beziehungsweise lyrisch liefert der Künstler kaum neue Ideen ab und wirkt so schon fast stereotypisch für das Metalgenre. Fans von ausgefallenem Doom sollten trotzdem einen Hördurchlauf riskieren.

06.04.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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