Hamerex - The Lycan (EP)

Review

Auch wenn der Begriff HAMEREX eher an ein Produkt aus dem nächsten Baumarkt erinnert, sollte man der Musik dieses, aus dem britischen West Yorkshire stammenden Quintetts mit diesem eigentümlich klingenden Bandnamen Beachtung schenken. Im Jahr 2004 haben sich die Burschen zusammengetan und sind seit damals, wenn auch in wechselnden Besetzungen, ungemein aktiv.

Nicht nur, dass HAMEREX bereits über reichlich Erfahrung auf den Bühnen Britanniens verfügen, mit „The Lycan“ hat die Truppe bereits die zweite EP am Start, die einem Live-Album und drei Demos nachfolgen. Mit vier Songs machen uns die Briten nun die Aufwartung, wobei man den Jungs ihre Herkunft sehr wohl anmerkt.

Das Quintett scheint nämlich trotz ihrer (zumindest augenscheinlichen) Jugend in erster Linie die NWOBHM als Inspirationsquelle zu verwenden und glänzt zudem mit einer unglaublichen Spielfreude. Zwar kommt die genannte Referenz im Opener „Aftershocks Of Death“ noch nicht wirklich zum Vorschein, da HAMEREX dabei eher ein räudiges, gen Thrash tendierendes Stück Metal offerieren, doch schon in „The Headless Horseman“ fühlt man sich an jene Werke erinnert, die zu Beginn der 80er Jahre von Ebony Records in Umlauf gebracht wurden.

Nicht nur, dass die Jungs dabei mit ähnlicher Frische agieren, wie einst Truppen vom Schlage SAVAGE, auch der Sound kommt dementsprechend aus den Boxen. Der Titeltrack lässt mich dann sogar an die ganz jungen IRON MAIDEN denken, ehe die Jungs mit dem gefühlvoll und atmosphärisch eingeleiteten „Desert Skies“ ihre Vorstellung nicht minder „britisch“ beenden.

Was die Musik an sich betrifft, muss man den Jungs attestieren, ihre Sache mehr als nur ordentlich gemacht zu haben, denn HAMEREX haben in ihren Kompositionen die Essenz dessen berücksichtigt, weshalb wir Heavy Metal seit jener Zeit in unsere Herzen geschlossen haben.

Was noch fehlt ist leider ein Sänger, der diesbezüglich auch mithalten kann, denn auch wenn Chris Moules keineswegs eine schwache Vorstellung abliefert, kommt sein Beitrag noch zu unausgereift aus den Boxen. Zu eindimensional und ohne die Tracks wirklich akzentuieren zu können, röht sich der Knabe durch sein Programm, ein Umstand, den es bis zum nächsten Mal (dann gerne auch in Album-Länge) zu überarbeiten gilt.

18.05.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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