Hate - Awakening Of The Liar

Review

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Manch einer lässt sich vom nach Aussen hin getragenen Satanismus einer Band ja abschrecken aber Satanismus hin oder her, mag er jetzt echt oder nur Show sein: hier könnte man als Mensch mit Berührungsängsten wirklich etwas verpassen. Die polnischen Hate standen seit jeher eher im Schatten der Death und Black Metal Landsmänner von Behemoth und Konsorten, mit ihrem dritten Werk „Awakening Of The Liar“ machen sie aber mehrere Schritte ins Licht, auch wenn es konträr zu ihrer Seelenverfassung steht. Da wird uns ein Stück feinster Brutalität vor die Füße gekotzt und entwickelt sich in zugegeben etwas kurzen 31 Minuten zu einem quer im Rachen pulsierenden Hassklumpen allererster Güte. Eingängige Melodien wird man hier vergebens suchen, stattdessen findet man beklemmende Riffings, ein schleichend-beängstigendes cleanes Instrumental und Speed, Speed, und nochmals Speed. Beim Brutal respektive Extreme Death Metal fällt das Augenmerk unweigerlich auf die Drums, die hier mal knatternd wie Maschinengewehre, mal wie ein unregelmäßiger Herzschlag im Todeskampf aber immer präzise auf den Schlag kommen, weswegen man spieltechnisch als Vergleich ruhigen Gewissens Tony Laureano von Nile heranziehen darf und sich somit fragt: Wie will Hate´s Hellrizer das nur live durchhalten? Für wen Gitarrensoli nicht fehlen dürfen, der ist hier ebenso herzlich willkommen den Hasstiraden des Saitenflitzers Kaos zu lauschen. Abgerundet wird die Musica Infernalis durch volle und sehr greifbare Growls und eine satte Produktion. Perfekt zum Aggressionsabbau.

27.04.2004

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