Hatesphere - The Sickness Within

Review

Jaahaaaaa, das ist Bangfutter, das der Nacken freudejauchzend und mit hemmungsloser Glückseligkeit in den Pit springend feiert. HATESPHERE machen mit ihrem aktuellen Werk „The Sickness Within“ nach dem nicht zu 100% zwingenden „Ballet Of The Brute“ endlich da weiter, wo ihr Zweitwerk „Bloodred Hatred“ aufgehört hat, nämlich genau im Genick und der Magengegend des wehrlos ausgelieferten Konsumenten.
Hatten alle Songs des Vorgängers zwar ebenfalls ordentlich Dampf unterm Arsch, besaß aber nur eine Handvoll echtes Hitpotential. Ganz anders auf diesem Kracher! Brecher reiht sich an Brecher, wobei die sympathischen Dänen-Weirdos die perfekte Schnittmenge aus allen ihren bisherigen Alben gefunden haben. Entweder braten einem die Jungs auf eingängige und saumäßig groovende Art und Weise eins über („Sickness Within“), oder man wird direkt von schonugslosem High-Speed-Geprügel („The Coming Of Chaos“, „Bleed To Death“) geköpft oder bekommt beides in ausgewogener Mischung um die bemitleidenswerten, weil absolut chancenlosen Ohren geblasen.
Was diese Platte dabei so verdammt geil werden lässt, ist eine Steigerung an allen Fronten. Während die Gitarristen Peter und Henrik unentwegt die besten Death/Thrash-Riffs des Jahres rausballern, breiten Drummer Anders und Viersaiter Michael darunter ein sattes Groove-, Knüppel- und Rhythmusfundament, das jede Hauswand zum Einstürzen bringt. Und über Fronter Jacob braucht man mittlerweile wohl keine Worte mehr zu verlieren, da er schon mehrfach bewiesen hat, dass er von fiesen Deathgrunts bis hin zum brutalen Aggroshouting alles drauf hat. Wofür allerdings ein völlig stilfremdes Sideproject wie ALLHELLUJA gut sein kann, sieht man erst im Nachhinein. So kann der zutätowierte Hüne nämlich vereinzelt auch durch astreine Gesangspassagen glänzen, was dem Brachialsound dieses Quintetts eine neue Spielwiese eröffnet.
„The Sickness Within“ ist somit genau der Hammer geworden, den man nach einem Götteralbum wie „Bloodred Hatred“ hat erwarten dürfen. Nur musste man sich eben eine weitere Scheibe lang gedulden. Wie sagt ein Sprichwort so schön? Besser zu spät als nie!
Kriegen es HATESPHERE jetzt noch auf die Reihe, ihr größtes Problem – die Tatsache, dass sie für Thrasher und Deather zu modern und für Core-Jungspunde zu metallisch sind – aus der Welt zu schaffen, dann steht ihnen alles offen. Dass die Jungs noch dazu live der Oberhammer sind, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Aber ob man sich nun die letzten Nackenwirbel in heimischen Gefilden oder am Bühnenrand zerschießt, spielt im Endeffekt eh keine Rolle mehr! Kaufen! Bangen! Weiterbangen!

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11.11.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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