Hatesphere - Serpent Smiles And Killer Eyes

Review

HATESPHEREs „Serpent Smiles and Killer Eyes“ ist ein Musterbeispiel. Ein Musterbeispiel dafür, wie man mit einem brachial und aggressiv produzierten Sound jegliche musikalische Belanglosigkeit spielerisch übertüncht. Doch irgendwann springt die Katze aus dem gekauften Sack – denn die abgestandene Luft ist ihrer feinen Nase zu stickig.

Riffgewitter bis zum Abwinken. Schon ab Sekunde Eins bedienen die Dänen all ihre Trademarks. Die Gitarristi thrashen in gewohntem Maße auf ihre Saiten ein, die Batterie gibt das Tempo vor, Kopf und Produzent Bredahl kotzt sich in bekannter Art und manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes am Mikrophon aus.

Es fällt auf, dass diesmal besonders der Groove in HATESPHEREs Material Einzug erhalten hat – gut umgesetzt in dem äußerst lässigen „Drinking With The King Of The Dead“, welchem – bezeichnenderweise – zum Schluss die Luft ausgeht. Ähnlich mit dem Fuß wippen lässt einen das im Midtempo angesiedelte „Let Them Hate“, das zudem eine sehr eingängige Melodie transportiert.

Tritt einem der Opener noch gepflegt in den Gluteus Maximus, so wirkt das restliche Songgut mit Ausnahmen, aber doch im Großen und Ganzen, langweilig abgehalftert und nach Baukastenprinzip aufgezogen. Wenig frische Ideen nehmen sich gegenseitig den Sauerstoff zum Atmen…wo wir wieder bei der Katze im Sack wären. „Serpent Smiles and Killer Eyes“ ist schnell, ja. Brutal? Ja. Druckvoll? Ja. Erbarmungslos? Ja. Belanglos? Ja.

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01.06.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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3 Kommentare zu Hatesphere - Serpent Smiles And Killer Eyes

  1. Matthias sagt:

    Sehr gutes Review. Dieses ganze Herumgeschleppe von sogenannten aggressiven Riffs und Midtempo wird zu einer schlimmen Mode in letzter Zeit. Keine Ahnung ob diese Bands denken, das wäre das nächste große DIng. Besonders das Songwriting wird absolut außer acht gelassen und stumpf nach 08/15-Strickmustern gearbeitet. HATESPHERE haben sich (ebenso wie CARNAL FORGE mit ihrem aktuellen Album "Testify For My Victims") ins absolute Mittelmaß zurückgeschossen. Wenn sie in Zukunft nicht etwas mehr Wert auf Qualität legen (auf RICHTIGE Qualität), werden sie nicht nur in den Durchschnitt rutschen, sondern von noch mehr Genre-Bands als bisher überholt…

    5/10
  2. nikodemus sagt:

    Meiner Meinung nach ist Serpent Smiles and Killer Eyes ein sehr fettes Album. Ich würde es als konsequente Weiterentwicklung zu The sickness Within sehen. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass viele Bands für Veränderungen mit schlechten Wertungen bestraft werden (siehe The HAunted- The dead eye). Scheint ein komischer Trend zu werden…

    Wer auf harten Thrash mit fettem Groove steht, ist hier auf jeden Fall gut bedient.
    Die Produktion ist wie immer fett, die Riffs knallen und sind abwechslungsreich und das Drumming eine klasse für sich.
    Also, von mir eine absolute Kaufempfehlung…
    Anspielempfehlung: Forever War
    In diesem Sinne,
    zum Wohl.

    9/10
  3. Anonymous sagt:

    Das Ding ist brutaler als der Vorgänger "The Sickness Within"? Durchaus. Das Album bedient alle Trademarks der Band? Jep, da stimme ich auch zu. Ist es trotzdem oder deshalb ein schlechtes Album? Meiner Meinung nach, ein ganz klares NEIN!
    Ich persönlich kann nicht nachvollziehen warum ein etwas brutaleres Klangbild Hatesphere mit diesem Album plötzlich ins Mittelmaß abrutschen lassen soll.
    "The Sickness Within" war ein absolut geiles Album und sicher der bisherige Höhepunkt des Schaffens der Dänen (mit "To The Nines" samt neuer Besetzung konnte ich mich auch noch nicht anfreunden)und "Serpent Smiles And Killer Eyes" kommt nicht ganz an diesen Überflieger heran, aber trotzdem handelt es sich für mich um ein Hammeralbum!

    8/10