Hatesphere - Something Old, Something New, Something...

Review

„Something Old, Something New, Something Borrowed And Something Black“ – ein Kandidat für den längsten EP-Titel aller Zeiten. Wer das dänische Death/Thrash-Monster HATESPHERE kennt, weiß jedoch, dass es für gewöhnlich keine überflüssigen Reden schwingt, sondern kompromisslos drauflos prügelt. Auch dieses Mal trotz exorbitantem Titel? Kucken wir nach und nehmen selbigen auseinander. „Something Old“: Der Hauptteil dieses 7-Trackers besteht aus vier Livemitschnitten, aufgenommen im dänischen Aarhus während der Tour mit THE HAUNTED und MASTODON in diesem Frühjahr. Jeweils zwei Songs ihrer beiden Alben „Hatesphere“ („Bloodsoil“, „Hate“) und „Bloodred Hatred“ („Low Life Vendetta“, „Plague“) sind vertreten. Die Auswahl hätte, zumindest was letzteres Werk angeht, besser sein können (z.B. „Disbeliever“ und „Kicking Ahead“), aber wer live schon einmal mit dem Fünfer Bekanntschaft gemacht hat, der weiß, dass das eigentlich keine Rolle spielt. Es gibt gnadenlos aufs Maul. Hammer! „Something New“: Am Anfang dieser EP steht ein neues Stück namens „Release The Pain“, das HATESPHERE etwas melodiöser und nicht ganz so heftig wie üblich zeigt. Deswegen bleibt dieser Track etwas hinter der Intensität der ersten beiden Scheiben zurück, reicht aber immer noch aus, um 90% der Melodic Death/Thrash-Konkurrenz schonungslos zu verblasen. „Something Borrowed“: Hier sind wir beim Teil mit dem höchsten Spaßfaktor dieser knappen halben Stunde angekommen. Zuerst wird OZZY OSBOURNEs „Bark At The Moon“ in die Dänenmangel genommen. Was Frontpsycho JB und seine Kollegen aus diesem Klassiker gemacht haben, ist schier unglaublich. Würde der gerade nach einem schlimmen Unfall im Krankenhaus liegende Madman jetzt mitbekommen, dass man diesen Song im Melo-Thrash-Gewand dermaßen energetisch und gewalttätig runterbolzen kann, ohne die Wurzeln des Originals zu verleugnen, wäre er sofort wieder auf den Beinen und 20 Jahre jünger. Danach bekommt die ANTHRAX-Hymne „Caught In A Mosh“ eine Frischzellenkur verpasst. Von einem Shotgun-Intro eingeleitet, macht sich danach ein Inferno sondersgleichen breit. Musikalisch hält man sich eng am Original, während man gesanglich dessen Brutalität mehrfach potenziert hat. Thrash at its best! Hoffentlich finden sich beide Songs bald im Liveset dieser Band wieder. Last but not least…“Something Black“: Jepp, jetzt ist mir schwarz vor Augen, denn langer Titel, kurzer Sinn: „Something Old…“ ist nichts anderes als ein höllisch Spaß machender Genickschuss. In diesem Sinne. Get caught in a f***ing danish mosh!

12.12.2003

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