Hatesphere - Bloodred Hatred

Review

AT THE GATES gibt es nicht mehr, THE CROWN stehen ohne Sänger da und THE HAUNTEDs neues Album lässt noch etwas auf sich warten. Das würde trostlose Zeiten für jeden Fan der Musik in der Schnittmenge von melodischem Todesstahl und brutalem Thrash Metal bedeuten, wenn da nicht aus Richtung Dänemark ein heller Silberstreif am Horizont zu erkennen wäre. HATESPHERE heißen die fünf Jungs und was sie mit ihrem Zweitwerk „Bloodred Hatred“ dieser Tage zu uns in südlichere Gefilde ballern, lässt mir, ehrlich gesagt, den Mund ziemlich weit offen stehen. Geschickt sortiert man sich als Bindeglied genau zwischen oben genannten Bands ein und vereint die von heftig-eruptiven Emotionen geprägten Melodien der Marke AT THE GATES eindrucksvoll mit harten Thrashattacken a la THE HAUNTED und der mörderischen, aber jederzeit 100%ig auf den Punkt gebrachten Geschwindigkeit von THE CROWN, was zu einem äußerst intensiven, hasserfüllten und tödlichen Gebräu führt, nach dessen Genuss man aufgrund der ihm innewohnenden berauschenden Wirkung tunlichst beide Hände von jeder Form eines Lenkrads lassen sollte. Nach einem kurzen Spieluhrintro bricht mit „Believer“ ein ungezügeltes Death/Thrash-Gewitter los, das alles schonungslos und ohne mit der Wimper zu zucken in seine Einzelteile zerlegt. Dabei frönen HATESPHERE aber keinesfalls immer nur sturem Gebolze. Die pfeilschnellen, aber stets melodiösen Knüppelparts sind desöfteren clever von schleppenden, fast schon groovigen Sequenzen unterbrochen, die es einem glücklicherweise ermöglichen, die eigenen Nackenwirbel für den nächsten Angriff neu zu sortieren. Sänger Bredahl klingt dabei wie Tompa Lindberg zu seinen besten Zeiten – sick, brutal und verdammt böse. Das Gitarrenduo Hansen/Ziggy feuert eine Killersalve nach der anderen ab, die von Drummer Morten Toft Hansen (auch bei RAUNCHY aktiv) gnadenlos angetrieben werden. Eine sehr druckvolle, glasklare Produktion tut ihr übriges, damit dieser alles vernichtende Wutausbruch auch ohne Umwege sein Ziel erreicht. Anspieltipps zu geben, fällt mir schwer. Am ehesten ragen jedoch der rücksichtslos in die Magengegend schlagende, eingängige Midtempo-Stampfer „Disbeliever“ und der mit blinder Zerstörungswut losgeschickte Hochgeschwindigkeitstorpedo „Plague“ aus dem ansonsten durchweg erstklassigen Songmaterial heraus. Tränen der Verzweiflung treibt mir nur die extrem kurze Spielzeit von „Bloodred Hatred“ in die Augen. Aber nichtsdestotrotz ist es eine gottverdammte Pflicht, diese Scheibe anzuchecken, denn besser kann man diese Musik nur selten spielen.

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22.09.2002

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3 Kommentare zu Hatesphere - Bloodred Hatred

  1. Anonymous sagt:

    also sau geile scheibe, sehr geniale geiles riffing, cooler "gesang", der typ ist echt krank. und eine top produktion. die kurze spielzeit ist gut den zu viel davon und man will nichts anderes mehr also hören und kaufen

    10/10
  2. kuba sagt:

    Tolles Album. Die kurze Spielzeit sorgt dafür, dass Bloodred Hatred nicht langweilig wird.

    8/10