Horseback - The Invisible Mountain

Review

Jenks Miller hatte mit „Impale Golden Horn“ einen kleinen Underground-Hit im Bereich Drone, Noise und Ambient gelandet, darin waren sich jedenfalls viele Szenekenner einig. Sein zweites Album „The Invisible Mountain“ muss ähnliche Begeisterung hervorgerufen haben, wird es doch jetzt vom ‚großen Bruder‘ Relapse neu aufgelegt.

Ursprünglich erschien die Platte in einer Miniauflage von 500 Stück auf dem kleinen US-Label Utech Records, und zeigt HORSEBACK von einer anderen Seite. Statt psychedelischen Drones und effektbeladenen, verschwommenen und schwirrenden Gitarren hat Miller ihnen nun ihre klare Stimme zurückgegeben, während seine eigene hinter extremen Verzerrungen verschwindet. Black Metal/Funeral Doom Gekrächze trifft auf Strukturen, die man teilweise als ’stoner drone‘ bezeichnen könnte. Die heiße Luft, die über dem Wüstensand waberte und das Licht der aufgehenden Sonne in blutroten Farben schimmern ließ, sie trägt nun den Staub auf die Straßen.

Die Arrangements ähneln sich jedoch: Repetitive Muster mit feinsten Variationen, die für eine Art unterhaltsame, introvertierte Monotonie sorgen. Ein dominantes melodisches Motiv beherrscht langen Stücke, getragen wird es vom dröhnenden Bass, der sich jedoch den verstärkten Gitarren unterordnet. Jedes Stück führt das Album zu einer Steigerung, jedes Mal werden die Klänge intensiver, der Gesang verstörter und das Schlagzeug noch fordernder. Am gemäßigten Tempo ändert sich währenddessen fast nichts, und der Rhythmus gräbt sich mit jeder Minute tiefer ins Gehör.

Das letzte, überlange Stück lässt dann diese Wucht verstummen. Die akustischen Klänge, die vorher nur als Akzentuierung dienten, bestimmen nun das Bild. Hinfort sind sämtliche Rock- und Doomspuren, aber auch nichts Dröhnendes ist nun zu hören. Vielmehr bewegt sich Miller mit diesem Ambient-Epos nun auf ähnlicher Wellenlänge wie z.B. STARS OF THE LID.
Ein durchaus faszinierendes Kleinod, dieser unsichtbare Berg.

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22.07.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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