Huntress - Static

Review

Galerie mit 13 Bildern: Huntress - Metalfest Germany West 2012

Schon oder erst das dritte Album von HUNTRESS, das ist hier die Frage. Nicht, dass mir eine der Scheiben durchgegangen wäre, aber nach meinem Erstkontakt mit der Band habe ich Jill Janus und ihre Bande ganz tief hinten im Hirn vergraben. Mit “Static” kommt nun also das früher so genannte ‘Make-It-Or-Break-It’-Album auf den Markt und ich muss gestehen, dass ich von der Platte außer einem heiser krächzenden ex-Playmate und 08/15-Riffing nicht wirklich viel erwartet habe.

Aber, so kann man sich eben doch täuschen. Natürlich erfinden HUNTRESS weder den Metal neu, noch wird die gute Jill Preise für innovativen Gesang gewinnen. Dennoch kann “Static” genau das, was von einem Metal-Album erwartet wird: es rockt an allen Ecken und Enden. Ein Klassiker wird die dritte Scheibe der Amis nicht werden, dafür befinden sich schlicht ein, zwei Nummern auf der Platte, die eher langweilig sind. Aber Stücke wie beispielsweise der aggressive Opener “Sorrow”, geil rockende Titel der Marke “Fire In My Heart” und “Noble Savage”, oder okkult angehauchtes Zeug wie “Brian” (mit dezentem GHOST-Flair) entschädigen auf der anderen Seite für die weniger gelungenen Songs. Beim Gros der Nummern kommen HUNTRESS zielstrebig auf den Punkt, sparen sich unnötigen Schnickschnack und verleihen ihren Stücken schöne Spannungsbögen. Auch Jill selbst kann sich und ihre Stimme besser in Szene setzen, als ich es für möglich gehalten hätte. Die Kompositionen lassen sowohl der Instrumentalfraktion, als auch der Fronthexe genug Platz sich zu entfalten. Das war nicht immer so. Dennoch verzetteln sich HUNTRESS, wie oben erwähnt, hier und da. “Mania” ist vom Ansatz her sicher ein guter Song. Es misslingt aber der Versuch die unterschwellig okkulte Atmosphäre, die bei einigen Titeln sehr gut funktioniert, über die kompletten neun Minuten aufrecht zu erhalten. Gleiches gilt für das folgende “Four Blood Moons”, das ebenfalls wenig überzeugen und das Niveau der restlichen Songs nicht erreichen kann.

Trotz kleinerer Irritationen in der Albummitte haben HUNTRESS zumindest mich mit dieser Scheibe sehr überrascht, denn “Static” tönt keineswegs langweilig. Die Songs sind abwechslungsreich gehalten und Frontfrau Jill Janus setzt ihre Stimme sehr variabel ein, was ich vor drei Jahren noch für unmöglich gehalten hätte. Das dritte Album der KalifornierInnen ist also durchaus gelungen und sollte Heavy-Metal-Aficionados heitere Momente bereiten.

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08.10.2015

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