I Am Havoc - I Am Havoc

Review

Wer hat mal wieder Lust, sich ordentlich die Birne abzuschrauben oder die Gehörgänge durchpusten zu lassen? Zu diesem Zweck sei allen Freunden einer ausgewogenen Mischung aus groovigem Death-Metal, schwarzmetallischer Raserei und einem Hauch von Core das Erstlingswerk von I AM HAVOC ans Herz gelegt. Denn die Mischung der Mainzer haut mächtig rein.

Dabei werden alle Anteile zu gleichen Teilen beackert. Bereits der erste Track „Paint In War“ bollert nach kurzem Intro in Hochgeschwindigkeit alles nieder, bevor der Fuß vom Gas genommen wird und das Midtempo schwerfällig die Nackenmuskulatur massiert. Dazu gesellen sich ein zu jeder Zeit nachvollziehbares Songwriting und die heißer bellende Stimme von Frontsau Zigor. Das Ganze wirkt sehr kompakt, ist eingängig und reichlich brutal. Diese Attribute ziehen sich auch durch die folgenden sechs Songs, wie ein roter Faden. Gelegentlich wird das Ganze noch durch melodische Soli oder akustische Passagen aufgelockert. Für Abwechslung ist also auch gesorgt und man merkt schon, dass die Protagonisten bereits einige Jahre Banderfahrung aufweisen können. So schrammelt Gitarrist Thorsten nebenher bei MISANTHROPIC und Sänger Zigor dehnt seine Stimmbänder noch bei HANDS OF FATE.

In den schnellen Passagen erinnert mich I AM HAVOC des Öfteren an DIMMU BORGIR zu „Enthrone…“ Zeiten und die stampfenden Parts entwickeln einen Groove, wie er bei OBITUARY zu finden ist. Also nicht die schlechtesten Hausnummern in den jeweiligen Genres.

Auch die Produktion versucht den Spagat zwischen Death und Black. Hier wird die Transparenz und Fettness in den langsamen Parts dem leicht verwaschenen und tendenziell dünneren Sound des Schwarzmetal in den Blastparts entgegengestellt. Meiner Meinung nach nicht zwingend erfolgreich. Mir scheppert es einfach viel zu viel und auch die Stimme wurde recht weit nach hinten gemischt.

Nichts desto trotz gefällt der Silberling der Mainzer. Deshalb gibt es von mir auch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

23.07.2009

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