Iceburn - Asclepius

Review

Nach über zwanzig Jahren Albumpause melden sich ICEBURN mit ihrem neuen Album “Asclepius“ zurück. Ihren eigenwilligen Stil haben die Jungs nicht verloren. Dies zeigt auch die Tracklist. Diese besteht lediglich aus zwei Longtracks. Die neue Platte trägt den Namen des Gottes der Heilung und thematisiert primär die griechische Mythologie.

ICEBURN bleiben ICEBURN

Trotz der langen Pause sind sich ICEBURN treu geblieben. Auch in “Asclepius“ verbinden sich Elemente von Metal, Jazz und Psychedelic-Stoner-Rock zu einem Konstrukt. Der Gesang trumpft, wie auch schon in den Vorgängeralben, mit seiner eindringlichen Härte und schafft im Gegensatz zum Sound eine gewisse Disharmonie. Teilweise klingt dies so abstrakt, dass Erinnerungen an ältere MR. BUNGLE-Alben hochkommen.

Doch es gibt auch Leerlauf in diesem bunten Chaos. “Asclepius“ ist kein Album, welches beim ersten Hördurchgang fruchtet. “Healing The Ouroburos“ beginnt seicht und ein wenig bedrohlich. Riffs und Drums weben sich zusammen und zerfallen wieder in einzelne Segmente, bis der Song nach zwei Minuten Fahrt aufnimmt.

Mehrere Tempowechsel und gekonnte Gitarrensolos schaffen eine verspielte psychedelische Atmosphäre. ICEBURN wagen sich in progressive Gefilde. Anders als das 1993 erschienene Werk der US-Amerikaner, “Hephaestus“, klingt “Asclepius“ um einiges homogener und ausgeglichener.

“Asclepius“ ist eine Herausforderung für sich

“Dahlia Rides The Firebird” bringt noch mal eine Prise mehr Melodik ein. Zwischen all den wilden Riffs finden sich viele vereinzelte Soundpassagen wieder, die für Abwechslung sorgen. Gesang und Lyrik ist hier eher zweitrangig. Viel lieber lassen ICEBURN ihre Instrumente sprechen.

Auch wenn “Asclepius“ relativ kurz ist, könnten langgezogene Stellen des Albums ein wenig anstrengend sein. Doch der einzigartige Stil und der stark produzierte Sound machen dies wieder wett.

ICEBURN haben sich dennoch weiterentwickelt

Auch wenn sich die Band treu bliebt, schaffen sie es dennoch, ihren Stil weiter auszubauen. Die wirren Spielerein, der obskure Gesang und viele experimentelle Elemente geben “Asclepius“ ein individuelles Profil. Trotz Albumlänge verliert das Werk nicht an Spannung und bleibt solide.

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21.06.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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