Impious - Death Domination

Review

Lange erwartet, noch länger angekündigt!
Nachdem die Platte zwischenzeitlich schon unter dem Namen „Numbers“ erscheinen sollte, ist es jetzt endlich soweit: „Death Domination“, das sechste Album der Todesthrasher IMPIOUS wird veröffentlicht.

Dass ich bei neuem Material der Schweden immer besonders große Erwartungen habe, versteht sich von selbst, gilt die Band doch nicht nur bei mir als heimlicher Nachfolger meiner absoluten Lieblinge THE CROWN und hat mit ihrem 2004er Werk „Hellucinate“ einen echten Genrehöhepunkt und eines meiner Lieblingsalben überhaupt abgeliefert.

Leider macht es mir „Death Domination“ nicht so einfach. So poltert der Opener „Abomination Glorified“ zwar noch recht gewohnt (vgl. THE CROWN „Crowned In Terror“), doch schon nach kürzester Zeit packen IMPIOUS den Hammer aus und prügeln (!) alles in Grund und Boden.
Natürlich sind die Grundzutaten des Bandsounds dieselben wie eh und je. Thrashige Riffs treffen auf große Melodien und beeindruckende Soli, zusammengehalten wird dies alles von Mikael Noréns treibendem Schlagzeug.
Doch genau dieser ist an meiner „Konfusion“ bezüglich des neuen Albums schuld. Offenbar hält es der Kerl keine 30 Sekunden aus, ohne gnadenlos loszublasten. Das Problem dabei ist, dass er die Kompositionen dadurch so zuprügelt, dass alle bekannten und beliebten Bandtrademarks darunter leiden müssen. Nur manchmal gelingt es einem Solo oder einer prägnanten Melodie, wie eine Knospe durch den Asphalt des Großstadtdschungels an die Oberfläche zu dringen.

Trotzdem ist Land in Sicht: Je öfter ich mir dieses Gewaltwerk zu Gemüte führe, desto mehr Facetten offenbaren sich mir unter der mehr als rauen Schale. Zum Beispiel der allgemein erhöhte Death-Metal-Anteil, der in „Dead Awakening“, einer lupenreinen Verbeugung vor MORBID ANGEL inklusive Lavaanteil und verdreht verschobenem Solopart gipfelt. Oder die Beats und Sitarklänge am Anfang von „And The Empire Shall Fall“, sowie der cool und „entspannt“ groovende Refrain von „As Death Lives In Me“.

Erstaunlicherweise zieht mich „Death Domination“ auch ohne schon auf den ersten Blick erkennbare Hitsingle oder großartige Eingängigkeit irgendwie magisch an. Vielleicht ist es der unterbewusste Wille, das Album zu „knacken“, immer wieder Neues daran zu entdecken. Vielleicht haben sich aber auch die (zweifellos vorhandenen) genialen Riffs und Melodien heimlich in mein Gehirn gefräst, von wo aus sie ihren noch getarnten Kollegen munter Aufforderungen senden, doch einfach mal vorbeizuschauen?!

Fakt ist jedenfalls, dass man die Band zwar immer noch sofort erkennt (sei es jetzt aufgrund der typischen Melodieführung, oder Sänger Martins Gesang…), der stilistische Sprung von „Holy Murder Masquerade“ zu „Death Domination“ aber größer ist, als er bei IMPIOUS zwischen zwei Platten jemals zuvor war.

Was die Punktevergabe angeht bin ich im Zwiespalt: Einerseits finde ich es sehr schade, dass das, was IMPIOUS für mich ausmacht (nämlich Melodie und Härte, kombiniert auf höchstem Niveau) zugunsten der Brutalität zurückgefahren wurde, andererseits zieht mich „Death Domination“ einfach in seinen Bann und kann sehr wohl mit geilen Riffs und Soli aufwarten. Und da man sich mit diesem Album lange beschäftigen kann, hat man erst einmal den Zugang dazu gefunden, zücke ich die höhere Note und freue mich schon auf die nächste Entdeckungsreise.

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19.11.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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