In A Nutshell - Quandary

Review

KURZ GESAGT mit “Dilemma“? Klingt im ersten Moment komisch, stimmt. IN A NUTSHELL mit dem dazugehörigen Album „Quandary“ kommt da schon bedeutend besser daher. Knappe vier Jahre ließ sich die aus Rennes, Frankreich, stammende Alternative-Rock-Band Zeit um die Arbeit an ihrem Debütalbum abzuschließen.

Ihre Einflüsse dabei sind jedoch nicht von der Hand zu weisen, NIRVANA, THE FOO FIGHTERS, MUSE, von allem ein bisschen. Der Titletrack mutiert dabei zum vermeintlich schwächsten Song, grungig, sludgig daherkommend macht er nämlich nicht einmal ansatzweise so viel her wie die folgenden. Der Großteil des Albums ist auf den ersten Blick astreiner Alternative Rock. Eine klare Marschrichtung ist allerdings nicht zu erkennen, immer wieder sackt man ab, gerät man in Grunge- und Pop- ähnliche Gefilde. Dass dies den Gesamteindruck erheblich schmälert ist zu verstehen. Nummern wie „Can’t Wait“ sind für die breite Masse geschrieben, könnten jeden Moment im 08/15-Radio laufen – eigentlich schade, denn dass IN A NUTSHELL durchaus Potential haben zeigen sie in Songs wie „Go Ahead“ und „From Words“, nach vorn preschend spielen diese die Stärken der Band aus: Leichtigkeit, Ideenreichtum und eine verdammt fette Produktion.

Abschließend hinterlässt „Quandary“ einen sehr durchschnittlichen Eindruck, viel Licht und viel Schatten scheint passend formuliert. Ich bin der Meinung, dass sich IN A NUTSHELL zu allererst einig werden sollten, was sie sein wollen: die rotzige Alternative-Rock-Band oder die 08/15-Radio-Pop-Nummer … .

12.01.2015

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