IQ - The Road Of Bones

Review

Vor fünf Jahren sendeten die Briten IQ mit “Frequency” ihr vorerst letztes Lebenzeichen aus. Die Kritik beliefen sich damals im Prinzip auf Jammern auf hohem Niveau, und der Feststellung, dass das Album vielleicht nicht ganz so formidabel wie sein Vorgänger “Dark Matter” war, es aber dennoch schaffte, das Niveau der Platte über die gesamte Distanz zu halten. Ein ähnliches Schicksal könnte auch das neue Album “The Road Of Bones” ereilen, wenn man nicht tief genug in die Scheibe eintaucht.

Das wäre wiederum ein Affront gegenüber der Musik von IQ. Wer noch nicht in Berührung mit der Magie der Briten gekommen ist, dem sei gesagt, dass es auch auf “The Road Of Bones” weder aberwitzige Notenschachausflüge noch überambitionierte Keyboard- oder Gitarrensoli zu hören gibt. Der Ansatz von IQ ist ein anderer. Ein sich über Atmosphäre und Stimmungen definierender Sound, in den der Hörer eintauchen und sich vollends fallen lassen kann, bildet die Basis von “The Road Of Bones”. Die Grundstimmung ist hierbei etwas düsterer als noch auf dem Vorgänger, was dem Gesamtbild, dass die Platte vermittelt aber nicht abträglich ist. Das Album wirkt hierdurch etwas nachdenklicher, gleichermaßen aber auch sehr intensiv. Hinzu kommt ein Mehr an Heavyness (“From The Outside In”), was zur Folge hat, dass es wieder etliche geniale Spannungsbögen in Songs wie dem Titeltrack oder dem über 19 Minuten langen “Without Walls” zu bestaunen gibt. Das Zusammenspiel zwischen harten Riffs, träumerischen Keyboardteppichen und jazzigen Elementen haben IQ nach wie vor drauf. Wer jetzt an PINK FLOYD, AYREON oder frühe GENESIS denkt, liegt damit sicherlich nicht verkehrt. IQ verfügen mit Peter Nicholls zudem über einen Frontmann, der mit seiner Stimme zu jeder Zeit in der Lage ist die Songs zu führen und den Hörer auf eine Reise mitzunehmen. “The Road Of Bones” ist gleichermaßen intro- wie extrovertiert, ebenso reich an Emotionen wie technischer Finesse, und zeigt IQ abermals in Bestform.

Es ist müßig zu diskutieren, welches Album von IQ nun das beste ist – sie sind musikalisch alle unantastbar. Die Briten musizieren also auch auf “The Road Of Bones” mit einer Leichtigkeit auf einem derart hohen Level, dass es die Konkurrenz in diesem Jahr schwer haben dürfte, das Album noch zu toppen. Eindrucksvoll stellen IQ unter Beweis, dass man auch ohne ausufernde Instrumentaleskapaden ein auf höchstem Niveau angesiedeltes Progressive-Rock-Album aufnehmen kann.

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03.06.2014

Der metal.de Serviervorschlag

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