Ironwood - :Fire:Water:Ash:

Review

Was die 2005 gegründete australische Band IRONWOOD auf ihrem Debut „:Fire:Water:Ash:“ spielen, läuft wohl am ehesten unter der Einstufung Progressive Pagan Metal. In dem recht ungewöhnlichen Sound machen etliche Stile ihre Aufmachung. Die Melancholie wird durch Anteile des Dark Rock ausgedrückt. Folkige Einflüsse sind ebenso vertreten wie Elemente des Ambient. Und auch der Black Metal scheint bei den harschen Pagan-Parts immer wieder durch.

Das klingt erstmal interessanter, als sich das Ergebnis letztendlich anhört. IRONWOOD verstehen es zwar, Emotionen auf musikalische Weise gekonnt auszudrücken, die Songs lassen aber geeignete Spannungsbögen und Momente der Wiedererkennung missen.
Es gibt teilweise drastische Wechsel zwischen einer besinnlichen Ambient-Phase und sehr dynamischem Gepolter. Wirklich neu oder innovativ ist das aber auch nicht. Hinzu kommt, dass man in den ruhigen Passagen eine aufkommende Langeweile und Schläfrigkeit niederkämpfen muss, da sich zu vieles ähnelt. Die harschen Abschnitte sind besser arrangiert, können gelegentlich auch mal durchs Riffing glänzen, doch Akzente setzen sie auch nicht. Bei den folkigen Parts passiert ebenfalls nichts Weltbewegendes. Einige Melodien, vereint mit Cleangesang und/oder Hintergrundchören, sind sicherlich nett anzuhören. Um aus der Masse auszubrechen, ist das aber zu wenig.

Ich tue mir schwer, einzelne Songs hervorzuheben, weil sich das Schema melancholische Phase – brachiales Gepolter – folkiger Abschnitt, das alles angereichert durch Ambient, einfach zu oft wiederholt. Die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Kompositionen sind eher gering.
Der tiefe, sonore Clean-Gesang hat eine gewisse Charakteristik, die mich gelegentlich an Michael Stipe von R.E.M. erinnert. Das Black-Metal-Gekeife ist gar nicht schlecht und von der technischen Seite kann man auch den Instrumentalisten nichts vorwerfen. Das Songwriting ist aber längst nicht abwechslungsreich genug. Die reichhaltigen Einflüsse würden eine viel größere Vielfalt zulassen und auch benötigen. Die teilweise epische Länge der Stücke stützt diesen Eindruck.

Die Produktion ist für ein Eigenwerk in Ordnung. „:Fire:Water:Ash:“ kommt in einem schönen Digi-Pack mit einem 26-seitigen, recht ansehnlich bebilderten Booklet. In der Hinsicht haben IRONWOOD keine Kosten gescheut. Bevor man jedoch über eine Anschaffung der Scheibe nachdenkt, sollte man sich unter www.myspace.com/ironwoodband sorgfältig die Hörproben zu Gemüte führen. Denn die persönliche Einschätzung von „:Fire:Water:Ash:“ wird sicherlich bei jedem verschieden sein. In meinen Augen ist das Dargebotene noch klar steigerungsfähig. Mehr als eine Wertung im Durchschnitt ist deswegen nicht drin.

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08.03.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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