Jonne - Jonne

Review

Hier ist es also: Das langersehnte Debütalbum des Soloprojektes von KORPIKLAANI-Frontmann und Sänger Jonne Järvelä. Gut, Soloprojekt ist das falsche Wort, denn trotz der Tatsache, dass JONNE als Einzelexkursion Järveläs begonnen hat, zählen sich mittlerweile zehn weitere Musiker als Teil von JONNE. Mitunter bekannte Namen wie Natalie Koskinen von SHAPE OF DESPAIR, Eero Haula von OCEANWAKE, Santeri Kallio – Keyboarder bei AMORPHIS – und Juho Kauppinen (ex-KORPIKLAANI) gehören zu eben diesen.

Vorweg sage ich euch: Wenn ihr Fans von KORPIKLAANI seid und euch „Jonne“ blind, nur aufgrund dieser Tatsache, zulegen möchtet, werdet ihr vielleicht enttäuscht. Denn mit KORPIKLAANI haben JONNE nur rudimentär, wenn überhaupt, etwas zu tun. Die Band spielt auf „Jonne“ rituellen, schamanisch angehauchten, atmosphärischen und ruhigen Folk unter Einsatz von Instrumenten wie Fiedeln, Mandolinen, Kantelen, Gitarren, Kontrabässen und vielen anderen. Das Ganze ergibt einen stimmigen Cocktail, welcher sich bestens eignet um in ruhigen Momenten die Seele baumeln zu lassen und das Leben zu genießen.

Nebst fantastischer, instrumentaler Umsetzung sticht besonders der Gesang hervor, denn insgesamt zeigen sich fünf der Musiker von JONNE für dessen Umsetzung verantwortlich. So kommt es, dass man in Songs wie „Metsään On Iäksi Mieli“ verträumte Chöre zu hören bekommt, welche sich durch das geschickte Kombinieren von Jonnes gewohnt guten Gesang mit rituellen Backing-Vocals – männlich wie weiblich – und zurückhaltender Instrumentalisierung großartig anhören.

Auch wenn „Jonne“ zu großen Teilen ruhig gehalten ist, kommt die Band in Songs wie „Leppäyön Löyly “ und „Viuluni Laulua Soutaa“ mit verspieltem Instrumenteneinsatz daher und schafft so beschwingende Songstrukturen, welche durch gelegentliche ruhige Parts aufgelockert werden. So verhält es sich mit „Jonne“ im Generellen. Man merkt einfach, dass hier professionelle, erfahrene Musiker am Werke sind. Abwechslungsreichtum, logische und durchdachte Songgefüge, Multi-Instrumentalisierung auf hohem Niveau – „Jonne“ hat alles, was ein gutes Folk-Album braucht.

JONNE haben mit ihrem Debüt ein gelungenes, ausgearbeitetes und überzeugendes Stück Musik geschaffen. Wie gesagt, wenn ihr euch „Jonne“ nur zulegen wollt, da ihr Parallelen zu KORPIKLAANI erwartet, könntet ihr enttäuscht werden. Seid ihr aber offen für qualitativ hochwertigen und ruhigen Folk, solltet ihr JONNE unbedingt eine Chance geben. Es lohnt sich! Acht Punkte gibt es, da ich „Jonne“ für exzellent halte, jedoch, trotz der hohen Qualität des Albums, Potential für künftige Steigerungen sehe.

16.07.2015

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