Jorn - Lonely Are The Brave

Review

Jorn Lande hat zweifellos eine der markantesten Stimmen des Genres und veredelte damit nicht nur die ersten beiden MASTERPLAN-Longplayer zu zeitlos-fantastischen Hard-Rock-Perlen, sondern wirkte mit seinem charismatischen Gesang zuletzt auch bei Projekten wie AVANTASIA und AYREON mit. Damit aber nicht genug, denn der arbeitswütige Norweger bringt ziemlich konstant und fast schon nebenher auch seine eigenen Alben unters Volk. Mit „Lonely Are The Brave“ steht nun das fünfte JORN-Album in den Läden, auf dem Jorn einmal mehr klassischen Hard Rock zelebriert, andererseits aber auch erneut doomig-düsteren und atmosphärischen Passagen frönt, die nicht selten an BLACK SABBATH oder auszugsweise auch an CANDLEMASS („Hellfire“) erinnern.

Den oberamtlichen Auftakt macht der von fetten Gitarrenriffs dominierte Titeltrack, der nicht nur ins Ohr, sondern auch in die Beine und unglaublich hart in den Nacken geht. Etwas schleppender aber nicht minder wuchtig haut das an DIO erinnernde „Night City“ in eine ähnliche Kerbe und überrascht mit einem Jorn Lande in Bestform. Auch das hymnische „War Of The World“ (mein absoluter Favorit des Albums mit Gänsehautgarantie: „Why save the world when you can rule it“), das rock’n’rollige „Shadow People“ und die groovigen Midtempo-Stampfer „Soul Of The Wind“ und „Man Of The Dark“, die beide eine extrem starke Dynamik durch die hervorstechenden Bass-Rhythmen und Jorns emotionaler Gesangsleistung erzeugen, sind Songs, die man bereits nach einmaligem Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Die Krönung aber stellt sicherlich der Ohrwurm „Promises“ dar, der mitreißt und im Refrain zum Mitsingen animiert.

„Lonely Are The Brave“ enthält somit alles, was das hart-rockende Herz begehrt: wuchtige Drums, mitreißende Riffs und mehrstimmige Leads, ober-oldschoolige Soli und einfach tolle Songs, veredelt von einer grandiosen Stimme und einer fetten Produktion, die es in sich hat.
JORN bewegt sich damit auf höchstem Niveau und hat so ziemlich alles richtig gemacht, was man nur richtig machen kann, auch wenn er diesmal mehr denn je an eine gesunde Mischung aus DIO, RAINBOW, WHITESNAKE und BLACK SABBATH erinnert.

Für JORN-Fans ist dieses Album ein definitiver Pflichtkauf, mit dem absolut nichts falsch gemacht werden kann, und auch die Fans der zuvor genannten Bands sollten nicht zögern und schnell zugreifen, solange es noch die Limited Edition mit zwei Bonustracks zu kaufen gibt.

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08.07.2008

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