Kansas - Miracles Out Of Nowhere

Review

Es gab in den Siebzigern viele gute Rockbands von denen man die großen Namen natürlich im Schlaf aufsagen kann. Wie vielfältig die Szene aber wirklich war, wird hin und wieder vergessen. Klar, ist ja schon lange her. Aber auch Bands wie BOSTON, BLUE ÖYSTER CULT oder KANSAS hatten ihren Anteil daran, dass die Siebziger musikalisch extrem farbenfroh waren. Im Fall von KANSAS liegt seit kurzer Zeit eine DVD mit dem Titel “Miracles Out Of Nowhere” vor, die sich mit der Bandgeschichte des Sextetts befasst.

Wer die Band auf ihren ultimativen Hit, die folkige Ballade “Dust In The Wind” reduziert, tut KANSAS damit Unrecht. Mit Alben wie “Point Of Know Return” oder “Leftovertures” hat die Band durchaus anspruchsvollen Progressive Rock aufgenommen, wobei die folkigen Elemente durch die Präsenz von Robbie Steinhardts Violine besonders herausstechen. Aber auch die markante Stimme von Sänger Steve Walsh oder das Gitarrenspiel von Kerry Livgren und Rich Williams prägten den Sound von Rockklassikern wie “Carry On Wayward Son” (Killerohrwurm, nach wie vor), “Icarus (Borne On Wings Of Steel)”, „The Pinnacle“ oder “Can I Tell”. In der Diskografie von KANSAS gibt es für Rockfans jedenfalls eine Menge zu entdecken. Die DVD beschäftigt sich mit den Anfangsjahren der Band bis hin zum großen Erfolg der oben genannten Alben. Die Originalmitglieder kommentieren ihren Werdegang mit allerlei Anekdoten und frei von jedweden Allüren. Das macht die Musiker sehr sympathisch und zeigt vor allem auch, dass es der Band im Gegensatz zu einigen anderen Kollegen damals komplett um die Musik und nicht ums Image ging. Das heißt natürlich, dass es auf “Miracles Out Of Nowhere” keine Skandalgeschichten zu hören gibt, was den einen oder anderen Voyeur eventuell abschrecken könnte. Ich persönlich finde es sehr angenehm zu sehen, wie sich die Band für den Erfolg den Arsch aufreißt und die verdienten Lorbeeren letztlich auch einfährt, ohne dabei an Integrität zu verlieren. Zu Wort kommen auch noch befreundete Musiker wie Brian May (QUEEN) und Garth Brooks, die eine kurzweilige DVD abrunden. Als Bonus befindet sich eine CD mit vielen der Classics von KANSAS in dem Digipak, die aber an einem Schönheitsfehler leidet. Zwischen einigen der Songs werden Dialogsequenzen (aus dem Studio oder Kommentare der DVD) eingespielt, die den Hörfluss empfindlich stören und teilweise echt ärgerlich sind. Hörgenuss kommt so nicht auf. Vervollständigt wird das Package durch ein recht üppiges Booklet mit allerhand Fotos und Liner Notes.

Unter dem Strich ist “Miracles Out Of Nowhere” aber eine runde Sache, die natürlich primär für Proggies und Rockfans interessant ist. Allerdings dürfen auch interessierte jüngere Semester ein Ohr riskieren. KANSAS haben musikalisch viel zu bieten.

 

30.04.2015

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